Reise nach oben

Felix Söllner. Bild: brü

Zwei Spiele, sechs Punkte: Die "Alpentour" des ESC Amberg bildet den bisherigen Höhepunkt der Saison. Der Blick, der sich danach auf die Tabelle bietet, ist einzigartig.

Inzell und Trostberg hatten mit guten Ergebnissen gegen Top-Teams zuletzt aufhorchen lassen, der ERSC Amberg ließ beiden Mannschaften allerdings keine Chance. Die Löwen holten sich in beeindruckender Manier die sechs Punkte binnen knapp zwanzig Stunden auf ihrer "Alpentour" in Oberbayern, schossen 18 Treffer und stehen nun etwas überraschend an der Spitze des 14er-Feldes der Eishockey-Landesliga Nord/Ost.

Begleitet von etwa 80 Fans und mit einem etwas dezimierten Kader stand zunächst die Partie in Inzell auf dem Programm. Schönberger, Pruett, Hoffmann und Gäck hatten die Reise gar nicht erst antreten können, Trometer musste frühzeitig wegen eines grippalen Infektes passen. Das Anfangsdrittel entwickelte sich zur One-Man-Show des Florian Bartels. Der Löwen-Center erzielte alle drei Treffer in diesem Abschnitt und stellte vorzeitig die Weichen auf Erfolg. Seinen Führungstreffer konnte der Kanadier Johnstone zwar schnell egalisieren, aber postwendend brachte Bartels sein Team wieder in die Spur.

Allerdings waren auch einige lautstarke Anweisungen von Coach Stefan Ponitz nötig, der "dezent" etwas mehr Defensivgeist der Spieler einforderte. Inzell arbeitete mit einfachen Mitteln, kam damit aber für den Geschmack des Amberger Trainers etwas zu oft vor das von Lukas Stolz sicher behütete Tor der Löwen.

Dies sollte sich im Mittelabschnitt ändern. Zwar konnten die Gastgeber zunächst auf 2:3 verkürzen, aber Amberg war nun wesentlich konsequenter in allen Aktionen und setzte sich mit einem Dreierpack binnen knapp drei Minuten nun vorentscheidend ab. Vereinzelte gefährliche Konter der Inzeller waren nicht gänzlich zu verhindern, aber insgesamt hatte der ERSC seinen Gegner nun sicher im Griff. Zum Ende des Drittels konnte der fleißige Daniel Krieger seine kurzzeitige Torflaute beenden und setzte auch mit dem 3:8 das Startsignal im Schlussabschnitt.

Hier hatte Amberg im Hinblick auf das am nächsten Tag anstehende Spiel schon etwas an Tempo raus genommen, blieb aber dennoch sehr konzentriert. Mike Johnstone betrieb etwas Ergebniskosmetik für die Heimmannschaft, aber Julian Behmer und Matti Swadzba machten es am Ende dann zweistellig für den ERSC, wohl auch in dieser Höhe verdient. In den Schlussminuten kassierte Niklas Stolz eine Spieldauerstrafe (Kniecheck) und erhöhte damit die Ausfallliste für die Begegnung in Trostberg (siehe nebenstehenden Bericht).
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