Rektor Richard Heigl verlässt Albert-Schweitzer-Schule in Richtung Ruhestand - Kooperation mit ...
Bei Inklusion immer ganz vorne mit dabei

Seit 2008 ist Richard Heigl Rektor an der Albert-Schweitzer-Grundschule, gestern wurde er von den Schülern, Kollegen und dem Staatlichen Schulamt in den Ruhestand verabschiedet, wobei Schulrätin Beatrix Hilburger betonte, dass zwar der Lokführer einen Zug verlasse, dieser aber mit neuer Crew und traurigen Fahrgästen weiterfahre.

Man muss Kinder liebhaben, diese Ansicht präge Richard Heigl, der ruhig, aber jederzeit streitbar für seine Schule gewesen sei, sagte OB Michael Cerny vor versammelter Lehrerschaft, Vertretern von Kita und Kindergarten und den extra eingeladenen Pensionisten. Ein Schulrektor sei Pädagoge und Manager zugleich. Er brauche ein dickes Fell, wenn er mit dem Budget Ärger habe, das ihm nicht gewährt worden sei.

Jetzt mehr Freiräume

Der Oberbürgermeister war beeindruckt, wie Richard Heigl mit den Inklusions-Partnerklassen der Lebenshilfe umgegangen sei. Davon hätten beide Partner profitiert. Den Umbau der Albert-Schweitzer-Grundschule und eine Lernwerkstatt habe er nicht verwirklichen können, aber die Stadt bleibe dran. Das Leben eines Rektors sei nicht nur mit Erfolgen behaftet, tröstete Cerny, aber künftig würden ihm Freiräume bleiben, die mit Privatleben ausgefüllt werden können.

Sieben Jahre lang Chef

Nicht ein Zug verlasse einen Bahnhof, betonte Schulrätin Hilburger, sondern der Lokführer den Führerstand, den er als engagierte und zielstrebige Führungspersönlichkeit mit umfassender pädagogischer Kompetenz vor sieben Jahren übernommen habe. Zur schulischen Karriere von Heigl meinte die Schulrätin, dass er bereits als Lehramtsanwärter an Volksschulen in Amberg und Vilseck unterrichtet habe. Nach bestandener Prüfung sei Heigl an der Volksschule Freihung, der Dreifaltigkeits- und der Barbaraschule tätig gewesen, dann Konrektor an der Barbaraschule und in Auerbach, wo er ab 2004 auch Chef war, bis er 2008 an die Albert-Schweitzer-Schule versetzt wurde.

Seither sei der übernommene Zug nicht der gleiche geblieben, denn Richard Heigl habe eine langsame Bimmelbahn zu einem Intercity umgestaltet, mit engagiertem und qualifiziertem Personal sowie liebenswerten Fahrgästen. Eine Schule zu leiten sei nicht einfach, unterstrich Beatrix Hilburger. Stetig sei das Aufgabenfeld erweitert worden - etwa mit Inklusion oder Migration. Beispielhaft habe die Albert-Schweitzer- mit der Rupert-Egenberger-Schule zusammengearbeitet, als zwei Partnerklassen der Förderschule voll integriert worden seien. Heigl sei auch darauf bedacht gewesen, dass sich seine Schule mit Werten, Kunst, Kultur und einer gesunden Lebensführung auseinandergesetzt habe.

Schulgottesdienste, Theateraufführungen, Kunstausstellungen, Museumsbesuche, die Bibliothek oder die Teilnahme am Schulfruchtprogramm seien als exemplarische Aktionen zu nennen. Ausdrücklich hob die Schulrätin hervor, dass sie Heigl als geradlinigen Menschen kennengelernt habe. Mit immensem Wissen und großer Erfahrung habe er viele Stolpersteine geschickt gemeistert. Umrahmt wurde die Abschiedsfeier vom Schüler- und Lehrerinnen-Chor sowie einem Schulspiel der Raben.
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