Rettungsdienst rückte in den letzten Tagen öfters aus
Hitze: Die Zahl der Einsätze wächst

Auch an den Rettern geht die Hitze nicht spurlos vorüber. Die Berufsgenossenschaft schreibt für die Einsätze Schutzkleidung vor, die Ausrüstung, die durchaus 25 bis 30 Kilo wiegt, müssen sie nicht selten einige Stockwerke hochschleppen - da können die Rettungsdienstmitarbeiter durchaus gehörig ins Schwitzen kommen. Bild: Sandig
Zwischen 70 und 85 Mal täglich rücken die BRK-Mitarbeiter von den Rettungswachen in Amberg, Sulzbach-Rosenberg, Auerbach (zusammen mit dem Arbeiter-Samariter-Bund), Hirschau und Vilseck zu Notfällen aus. Die Hitze der vergangenen Tage hat dem Rettungsdienst ein paar mehr Einsätze beschert. Laut stellvertretendem Rettungsdienstleiter Erwin Gräml war der Anstieg allerdings nicht gravierend. Am knallheißen Mittwoch waren es exakt 81 Einsätze. Einen Tag zuvor, als die Hitze nicht ganz so schlimm war, wurden die Rettungsdienst-Mitarbeiter exakt 100 Mal alarmiert.

Eines hat Gräml bemerkt: "Am Mittwoch scheint die Konzentration bei einigen Autofahrern ein bisschen nachgelassen zu haben." Denn verzeichnet wurde ein leichter Anstieg bei den Verkehrsunfällen, wodurch einige Leute leicht verletzt wurden, "das war aber nichts Dramatisches", erklärt der Leiter der Rettungswache in Sulzbach-Rosenberg. Eine Zunahme von Sportunfällen verzeichnen die BRK-Mitarbeiter nicht. "Die nehmen nicht zu - oder sie sind nicht so schwer, dass die Leute in unsere Hände kommen." Vor allem älteren Menschen machte die große Hitze zu schaffen: Schwindel, Schwäche und Kreislaufprobleme könnten auf drohende eine Austrocknung hinweisen. "Da sollten Angehörigen darauf schauen, dass alte Menschen viel trinken", rät Gräml. "Insekten und Wespen sind derzeit sehr beiß- und stichfreudig", weiß er. Das haben auch die Mitarbeiter festgestellt, die derzeit beim Annabergfest in Sulzbach-Rosenberg den Sanitätsdienst stellen.(Angemerkt; Hintergrund)
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