Revanche im Kopf

Es gibt verschiedene Gründe, warum der ERSC Amberg das Heimspiel gegen die Haßfurt Hawks gewinnen sollte. Der wichtigste ist: Die Löwen brauchen dringend die Punkte im Kampf um den vierten Rang.

Denn der berechtigt zur Teilnahme an der Zwischenrunde mit den zwölf besten Teams aus den drei Eishockey-Landesligen. Natürlich wollen die Amberger Löwen auch ihren dritten Auftritt am Sonntag, 15. November (18.30 Uhr), in der Eishalle am Schanzl erfolgreich gestalten.

Nicht zuletzt sind da Revanchegedanken im Hinterkopf, denn im Hinspiel fing man sich eine vollkommen unnötige 2:3-Niederlage in Unterfranken ein. Diese Scharte auszuwetzen sind die Schwarz-Gelben den Zuschauern, dem Trainer und nicht zuletzt sich selbst schuldig. Gleichzeitig würden die Amberger mit einem Sieg die Gäste aus Haßfurt distanzieren und bei mehr als einem Tor Unterschied auch den direkten Vergleich für sich entschieden.

Dies erscheint im Normalfall durchaus machbar, allerdings fallen die Löwen derzeit von einem Extrem ins andere. Der Top-Leistung in Bayreuth folgte der kollektive Absturz in Schweinfurt - und das lag nicht nur an der unterschiedlichen Spielstärke der Gegner. Stefan Ponitz wünscht von seinen Spielern mehr Konstanz, aber auch weniger Leichtsinn bei der Defensivarbeit. Die einzige Konstante sind bislang die Top-Leistungen von Torhüter Oliver Engmann, die er Spiel für Spiel abliefert.

Daneben ist der Coach auch bezüglich des physischen Zustandes im Kader nicht sorgenfrei: Marco Gäck und Christoph Schönberger fehlten in Schweinfurt erkrankt, Andreas Hampl zog sich dort eine schmerzhafte Wadenverletzung zu und auch bei Daniel Krieger zwickte der Muskel. Derartige Probleme hört man allerdings auch aus Haßfurt. Da musste Trainer Lubos Thür beim Derby in Bad Kissingen auf die verletzten Max Hildenbrand und Michael Stach verzichten, Topscorer David Franek spielte trotz einer Handverletzung nur unter Schmerzen und längst nicht mit 100 Prozent.

Dennoch zogen sich die Hawks relativ achtbar aus der Affäre, unterlagen mit 2:5 beim Favoriten, der schon nach 25 Minuten mit 5:1 geführt hatte. Deshalb war Thür auch nur "bedingt zufrieden" mit der Vorstellung seiner Mannschaft, die das restliche Spiel mit erhöhtem Einsatz ausgeglichen gestalten konnte.

Der ESC Haßfurt muss am Freitag, 13. November, in Bayreuth antreten, aber man sollte sich auf Amberger Seite nicht der trügerischen Hoffnung hingeben, dass den Hawks deshalb am Sonntag "einige Körner fehlen könnten".
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