Rhythmisierung als Zauberwort

Auch die Freizeit kommt bei der gebundenen Ganztagsschule an der Dreifaltigkeits-Mittelschule nicht zu kurz. Bild: hfz

Als Erfolgsmodell zeigt sich die gebundene Ganztagsschule nach den ersten zehn Jahren an der Dreifaltigkeits-Mittelschule. Verlässliche Betreuung und individuelle Förderung sind dabei große Pluspunkte. Gern werden dabei auch externe Angebote angenommen.

"Vielfach bessere Leistungen, vor allem in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch." Dieses Resümee zieht Rektor Jürgen Bomertl an der Dreifaltigkeits-Mittelschule nach zehn Jahren Konzeptentwicklung und unterrichtlicher Arbeit im Bereich der gebundenen Ganztagsschule. Kein Wunder, dass dieses Angebot sich zunehmend stärkerer Beliebtheit bei Schülern und Eltern erfreut.

Tendenz steigend

Am Anfang stand eine Ganztagsklasse im Schuljahr 2005/06. Mittlerweile besuchen die Hälfte der Schüler die ganztägige Form, Tendenz steigend. Die Schüler kommen aus dem gesamten Stadtgebiet und darüber hinaus. Dies ist möglich, da die drei Amberger Mittelschulen und die Mittelschule Ursensollen seit Jahren einen Schulverbund bilden, merkt der Schulleiter an. Was macht aber die gebundene Ganztagsschule für viele Schüler und Eltern zu einem Erfolgsmodell? Es ist nicht nur die verlässliche Betreuung bis mindestens 15.30 Uhr, die für Familien ein Stück Sicherheit und Entlastung bietet.

Das Konzept an der Dreifaltigkeits-Mittelschule sieht unter anderem eine tägliche betreute Hausaufgabenphase in Form einer Wochenplanarbeit vor, in denen pro Klasse zwei Lehrkräfte zur Verfügung stehen; oftmals dieselben, die die Kernfächer unterrichten und mit den Anforderungen vertraut sind, erläutert Bomertl. Zusätzliches Personal macht es darüber hinaus möglich, in kleineren Gruppen zu fördern, intensiver auf die einzelnen Schüler einzugehen und ganzheitlicher zu unterrichten. Das Plus an Zeit, das die Ganztagsschule bietet, dient der Intensivierung, dem Sozialen Lernen und der Persönlichkeitsbildung. Klassenrat und "Lernen lernen" gehören fest zum Stundenplan.

Begabung fördern

Rhythmisierung heißt das Zauberwort, um die Kinder und Jugendlichen nicht zu überfordern. Der Unterrichtstag ist so gestaltet, dass sich Kernfächer, praktische Lerneinheiten, Übungs-, Erholungs- und Bewegungsphasen abwechseln. Bestandteil ist laut Schulleiter neben dem Mittagessen mit anschließender Freizeit auch die Begabungs- und Neigungsförderung. Vielfältige und klassenübergreifende Arbeitsgemeinschaften reichen vom sportlichen über den kreativen bis hin zum berufsorientierenden Bereich.

In den Abschlussklassen gehört eine intensive Quali-Vorbereitung zum Programm. Nicht nur die Arbeitsgemeinschaften werden von außerschulischem Fachpersonal geleitet. Wo es Sinn macht, externe Partner ins Boot zu holen, geht man an der Dreifaltigkeits-Mittelschule diesen Weg. Was die Schüler betonen: Sie empfinden es als positiv, länger als üblich im gewohnten Rahmen und unter Freunden zu sein.

Im Stundenplan fest verankert läuft einmal pro Woche eine sogenannte "SoL(Soziales Lernen)"-Stunde, die einen erweiterten Lern- und Erfahrungsraum bietet.
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