Rosenwunder auf der Bühne

Der Pfarrer krönt die junge Elisabeth, die zur Landgräfin wird. Bild: Prasse

Die Akteure haben viel vor, sie proben dafür auch schon fleißig. Seit 2012 führt das Theater Ensemble Amberg (TEA) mindestens ein Stück pro Jahr auf. Heuer rückt die Gruppe die Heilige Elisabeth in den Mittelpunkt.

Das Theater Ensemble Amberg probt im Gemeindehaus der evangelischen Auferstehungskirche, die Mitglieder der ökumenischen Laienspielgruppe kommen aus verschiedenen Pfarreien beziehungsweise Gemeinden. Die Stücke stammen jeweils aus der Feder von Manfred Prasse, Autor der Gruppe. Ob mit komödiantischem, religiösem oder weltlichem Hintergrund: Das Publikum erfreut sich immer an Aufführungen. Im vergangenen Jahr fragte Pfarrer Heinrich Arweck den Autor, ob er denn nicht ein Theaterstück über die Heilige Elisabeth schreiben könne.

Kurz, aber ereignisreich

Manfred Prasse fand heraus, dass die Heilige Elisabeth, die Landgräfin von Thüringen, ein kurzes, aber sehr ereignisreiches Leben hatte. Das gab viel Stoff für eine spannende Theatergeschichte. Innerhalb von vier Wochen hatte der Autor den Text für das gut einstündige Stück fertig. Der Name "Rosengräfin" wurde in Anlehnung an ein Wunder gewählt. Denn die Rosen halfen einst der Landgräfin. Gemeinsam mit Pfarrer Arweck und den Mitgliedern der Gruppe verteilte Prasse die Rollen. So richtig los ging es mit den Proben im Frühjahr, nachdem das Ensemble den Text gemeinsam noch glattgeschliffen hatte. Für ein Stück, das im Hochmittelalter spielt, braucht die Gruppe entsprechende Gewänder. Das Problem mit den Kostümen war dank Unterstützung von Familie Greilich (Gasthof Schwarzer Adler in Nabburg) gelöst.

Eine weitere Frage tauchte auf: Wo soll das Stück gespielt werden? Kriterien für mögliche Aufführungen waren neben passenden Terminen auch technische Möglichkeiten und ausreichende Raumkapazitäten. Nach derzeitigem Stand wird es laut Prasse sechs Aufführungen der "Rosengräfin" geben. Premiere ist Ende September in der Auferstehungskirche am Wagrain, wo TEA beheimatet ist.

Auf Wanderschaft

Im Oktober treten die ökumenischen Laiendarsteller in der Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit, in der Pfarrkirche St. Jakobus in Hahnbach sowie in den Pfarreien St. Georg und St. Michael auf. Zum Finale gastiert die Gruppe Ende Oktober noch in der Pfarrkirche St. Antonius in Kümmersbruck. Geplant, aber noch nicht festgezurrt ist jeweils eine musikalische Umrahmung der Aufführung.

Laut Prasse vereint die "Rosenkönigin" Religiöses und Weltliches. Freude und Leid, Gute und Böse liegen eng beieinander. Mit den Auftritten will TEA die Ökumene beflügeln und auf die großherzige Landgräfin von Thüringen aufmerksam machen. Der Eintritt ist frei.
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