Rost-Elf verdirbt Kleine-Debüt

Ersten Härtetest mit Bravour bestanden: Der Fußball-Bayernligist FC Amberg gewinnt das Testspiel bei der SpVgg Greuther Fürth II und sorgt beim Regionalligisten für ein langes Gesicht auf der Trainerbank.

FC Amberg: Götz (86. Schober) - Gorgiev (60. Graml), Ceesay, Plänitz, Jobst (88. Hock) - Lincke (55. Knorr), Wiedmann (55. Hempel), Dietl (60. Seitz), Karzmarczyk - Seifert (46. Werner), Wiesner (73. Schwarzfischer).

Tore: 0:1 (1.) Michael Dietl, 0:2 (32.) Marco Wiedmann - SR: Joshua Roloff (Nürnberg) - Zuschauer: 50.

(lst) "Es war eine solide Leistung - nicht mehr und nicht weniger", wollte Ambergs Sportlicher Leiter Bernd Scheibel den 2:0-Sieg im Vorbereitungsspiel am Mittwochabend auf dem Kunstrasenplatz in Fürth nicht zu hoch hängen. "Wir haben nochmals viel ausprobiert. Wobei die Jungs viele Sachen gut umgesetzt haben, wenngleich noch immer Luft nach oben ist."

Bei den Mittelfranken saß erstmals Thomas Kleine als Cheftrainer auf der Bank. Er wurde am Nachmittag offiziell als Interimscoach der U 23 installiert. Der 37 Jahre alte Assistenztrainer von Mirko Reichel, der wiederum als Co-Trainer zu den Profis aufgerückte, soll aber nur eine Lösung auf Zeit sein. Die Bedingung dafür jedoch: Kleine durfte seine Fußballschuhe nicht mehr schnüren und fehlte somit gegen den FC Amberg auf dem Feld. Ambergs Trainer Timo Rost hatte überraschend 20 nahezu gesunde Spieler an Bord, wobei von den zuletzt erkrankten Kai Hempel, Sven Seitz, Christian Knorr und Marco Wiedmann nur Letzterer in der Anfangsformation stand. Die anderen drei wurden später eingewechselt. Die Gäste erwischten einen Traumstart: Nach nur 60 Sekunden musste der Fürther Schlussmann Alexander Sebald zum ersten Mal den Ball aus dem Netz holen. Nach einem klasse Zuspiel von FCA-Kapitän Michael Plänitz machte Michael Dietl das 0:1 - ein Treffer, der den ohnehin selbstbewusst auftretenden Oberpfälzern noch etwas mehr Selbstvertrauen verlieh.

Der FC Amberg wurde für seinen mutigen und taktisch wie spielerisch disziplinierten Auftritt sogar nochmals belohnt. In der 32. Minute fand ein Pass von Karzmarczyk in Wiedmann einen dankbaren Abnehmer, der wiederum Fürths Schlussmann mit einem Heber zum 0:2 überwand. Auf der Gegenseite traf Aykut Civilek nur den Pfosten. Trotz der Auswechslungen auf beiden Seiten tat dies dem Spielfluss in den zweiten 45 Minuten keinen Abbruch. Im Gegenteil: Es entwickelte sich eine mehr als ansehnliche Partie, in der beide Teams immer wieder den Weg nach vorne suchten. Für die Amberger vergaben Tobias Wiesner (55.) und Simon Schwarzfischer (75.) in aussichtsreichen Positionen. Auf der Gegenseite musste Torhüter Matthias Götz bei Eins-gegen-eins-Situationen gegen Alexander Piller und Kevin Guerra Kopf und Kragen riskieren.
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