Ruckzuck geht es nicht

Das Architekturbüro Wittfoht aus Stuttgart soll der Gewerbebau bei der Revitalisierung des ehemaligen Forums helfen. Bild: Hartl

Den Stadträten hatte Karlheinz Brandelik am Montag ein "kleines Andenken aus dem Fundus des Forums" auf ihre Stühle gelegt: Sitzpolster mit dem Schriftzug des ehemaligen Kaufhauses. Ein Ruhekissen solle das aber nicht sein, mahnte der Chef der Gewerbebau.

Brandelik nutzte die Sitzung dazu, erstmals öffentlich über den Vertragsabschluss zwischen der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft und dem Forum-Besitzer RMI Immobilien GmbH zu informieren. Der Durchbruch sei im Februar erzielt worden, es waren "komplexe und schwierige Verhandlungen", um "die Interessenslagen beider Beteiligter unter einen Hut zu bringen". Auch Oberbürgermeister Michael Cerny unterstrich: "Ohne den gemeinsamen Auftrag aus dem Stadtrat wäre das so nicht machbar gewesen."

Vorgabe: "Baldmöglichst"

Mit der Vereinbarung als Basis könne die Gewerbebau nun die Planung und Akquisition für den früheren Storg vorantreiben und den "zukünftigen Frequenzbringer entwickeln", erläuterte Karlheinz Brandelik und verwies auf ein erstes Gespräch mit dem beauftragten Architekturbüro Wittfoht aus Stuttgart. Es verfüge "über einen großen Erfahrungsschatz unter anderem mit innerstädtischen Handelsimmobilien".

Wittfoht werde in Kürze die ersten Schritte zur Vorbereitung der Planung gehen, mit dem Ziel, "baldmöglichst" ein aussagekräftiges Exposé für die Suche nach Mietern zur Verfügung zu haben.

In dem Vertrag mit der RMI sieht Brandelik eine "wesentliche Handlungsoption zur Förderung der Altstadt". Von Vorteil sein könnte in seinen Augen auch die Tatsache, dass das Büro Wittfoht Sieger des Architektenwettbewerbs für das ehemalige Bürgerspital-Areal war.

Die Innenstadt-Entwicklung bereitet dem Gewerbebau-Chef durchaus Sorgen, wie er am Montag in seinem anschließenden Geschäftsbericht deutlich machte. Der Abwärtstrend, der im Jahr 2013 eingesetzt habe, halte an. Nach den gerade mal ein paar Tage alten Zahlen gibt es in der City nur noch 197 Einzelhandelsgeschäfte. Eine "rein quantitative Bestandsaufnahme", wie Brandelik betonte. Auf die Qualität der Läden ging er nicht ein.

Wertvolle Anstöße

Brandelik lobte deshalb die vom Oberbürgermeister initiierten Aktivitäten, in der Innenstadt etwas zu verbessern. "In den Aktionskreisen wurden bereits wertvolle Anstöße geliefert", hielt er fest. In kurzer Zeit werde sich aber vieles nicht umsetzen lassen.
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