Saarländische Ministerpräsidentin besucht Siemens Amberg
Kramp-Karrenbauer in "Digitaler Fabrik"

Um sich über den Stand der digitalen Transformation in Richtung Industrie 4.0 zu informieren, besuchte die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer das Siemens-Vorzeigewerk der "Digitalen Fabrik" in Amberg. Begleitet wurde sie von Siemens-Vorstandsmitglied Klaus Helmrich und dem Leiter der Niederlassung Saarbrücken, Achim Pecka.

"Für das Saarland", sagt die Ministerpräsidentin, "ist Industrie 4.0 eine der Säulen mit Blick auf die wirtschaftlich-technologische Zukunft. Die dortigen mittelständischen Unternehmen nehmen bei der Digitalisierung ihrer Produktion bundesweit den Spitzenplatz ein." "Saarland ist Industrieland", bestätigte Achim Pecka laut einer Pressemitteilung der Firma Siemens, als er die Ministerpräsidentin vor den Toren des Elektronikwerks Amberg (EWA) empfing. Vor diesem Hintergrund werde deutlich, welchen existenziellen Stellenwert die Weiterentwicklung der industriellen Produktion für die Zukunft hat. Wesentliche Elemente zur Realisierung von Industrie 4.0 werden im EWA bereits heute eingesetzt. So kommunizieren dort Produkte mit Maschinen, sämtliche Prozesse sind IT-optimiert und -gesteuert.

"Digital Enterprise"

Das EWA ist nach Angaben von Klaus Helmrich das Vorzeigebeispiel für die Anwendung des "Digital Enterprise" von Siemens. Hier wird heute schon produziert, wie es in einigen Jahren in vielen Fertigungswerken Standard sein wird. Die Produkte steuern ihre Fertigung selbst. Sie teilen den Maschinen über den Produktcode mit, welche Anforderungen sie haben und welche Produktionsschritte als nächstes nötig sind. Künftig sollen die reale und die virtuelle Welt in der Produktion noch enger verschmelzen, Produkte miteinander und mit den Maschinen kommunizieren und ihre Produktionswege optimieren.

Nur einmal berührt

Die Fertigung funktioniert weitgehend automatisiert. 75 Prozent der Wertschöpfungskette bewältigen Maschinen und Computer eigenständig, für ein Viertel der Arbeit sind die Mitarbeiter zuständig. Nur zu Fertigungsbeginn wird das Ausgangsbauteil, eine unbestückte Leiterplatte, von menschlicher Hand berührt - ein Mitarbeiter legt es in die Produktionsstraße. Von nun an läuft alles maschinengesteuert. Jährlich stellt die Fabrik rund 15 Millionen Simatic-Produkte her. Bei 230 Arbeitstagen pro Jahr bedeutet das: Jede Sekunde verlässt ein Produkt das Werk.

"Bei der Industrie 4.0 spielt das Engagement von Siemens als globales Schwergewicht im Bereich der Elektrotechnologie eine maßgebliche Rolle. Im Saarland betreibt Siemens eine seiner größten Niederlassungen in Deutschland. Darüber hinaus unterstützt Siemens das Saarland seit über zehn Jahren bei der technischen Fortbildung von Berufsschullehrern und bei der Aus- und Weiterbildung junger Menschen", würdigte die saarländische Regierungschefin.
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