Salvatore sorgt jetzt für Gefahr

Viktoria Aschaffenburg hatte zwei Torjäger: Florian Pieper wechselte zum TSV 1860 München II, Björn Schnitzer fällt wegen eines Bänderrisses aus. Dafür rückt einer von Waldhof Mannheim nach - und hat schon zweimal getroffen.

In der vergangenen Saison waren Viktoria Aschaffenburg und der FC Amberg die beiden bestimmenden Mannschaft in der Bayernliga Nord. Diesmal ist die Partie im Stadion am Schönbusch in Aschaffenburg (Samstag, 1. August, 14 Uhr) allerdings eine Regionalliga-Begegnung. Die bisherige Saison der Gastgeber war passabel: Im Eröffnungsspiel gab es gegen den Drittligaabsteiger SSV Jahn Regensburg trotz zweimaliger Führung zwar eine 2:3-Niederlage, bei der aber durchaus mehr drin gewesen wäre.

Dafür holte man sich danach den ersten Dreier der Saison beim Heimsieg gegen den 1. FC Schweinfurt 05, am vergangenen Wochenende musste Aschaffenburg mit einem torlosen Unentschieden die Heimreise von der Reserve des FC Augsburg antreten. 4 Punkte, 4:3 Tore - erste kleine Schritte auf dem Weg zum Klassenerhalt, so das erklärte Ziel der Aschaffenburger in diesem Jahr. Dafür sorgen soll weiterhin Trainer Slobodan Komljenovic, Ex-Profi (unter anderem in Frankfurt, Duisburg, Kaiserslautern, Saragossa und beim TSV 1860 München) und 22-facher jugoslawischer Nationalspieler. 2014 stieg er mit der Viktoria als Tabellenletzter aus der Regionalliga ab, schaffte als Meister dann aber den sofortigen Wiederaufstieg. Sechs Punkte Vorsprung hatte sein Team am Ende der Meistersaison vor dem zweitplatzierten FC Amberg. Seitdem hat sich in personeller Hinsicht jedoch einiges getan: Prominentester Abgang ist Florian Pieper, Top-Torjäger der letztjährigen Bayernligasaison. 25 Treffer erzielte er in der abgelaufenen Spielzeit, schnürt jetzt seine Stiefel aber für den TSV 1860 München II. "Florian Pieper ist natürlich nicht so schnell zu ersetzen, aber wir sind zumindest sonst gut eingespielt", so Teammanager Karlheinz Klug. Dass jetzt wohl auch noch der weitere Torgarant Björn Schnitzer (22 Tore in der vergangenen Saison) wegen eines Bänderanrisses ausfällt, wiegt natürlich doppelt schwer. Dafür war bisher ein Neuzugang und der zweifache Torschütze Salvatore Bali (vom SV Waldhof Mannheim) ein ständiger Gefahrenherd. Das Hinspiel in Unterfranken endete damals 1:1, in Amberg gewann der FC souverän mit 3:0. "Amberg hat eine starke Mannschaft. Deshalb könnten wir am Wochenende mit einem Punkt leben, zumal sich der FC ja noch mal verstärkt hat", stapelt Klug tief.

Dass eben Neuzugang Junior Torunarigha am Samstag gleich in der Start-Elf steht, ist eher unwahrscheinlich. Aber er werde laut FC-Trainer Timo Rost dabei sein. Mit dem 25-Jährigen, der vom ZFC Meuselwitz an die Vils kam, habe man einen Spielertypen gefunden, "den wir bisher noch nicht hatten. Junior hat uns noch gefehlt, mit ihm können wir noch variabler auftreten", schwärmt Rost von seinem neuen Stürmer.

Ob mit dem geborenen Nigerianer oder ohne: Man weiß um die Stärken der Viktoria. "Sie waren in der Vorsaison neben uns die spielstärkste Mannschaft der Bayernliga, aber sie sind defensiv auch anfällig", so Rost. Benjamin Werner wird weiterhin wegen einer Achillessehnen-Reizung fehlen, hinter dem Einsatz von Sven Seitz (Probleme mit der Kapsel) steht ein Fragezeichen.

FC Amberg: Götz (1), Schober (25), Bleisteiner (22), Ceesay (15), Gorgiev (5), Fischer (2), Göpfert (4), Jobst (23), Karzmarczyk (18), Graml (6), Hempel (14), Knorr (17), Schneider (20), Lincke (19), Plänitz (13), Wiedmann (10), Dietl (8), Hauck (27), Seitz (9) (?), Wiesner (7).
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