Sand kann Wasser bremsen

Die THW-Einsatzkräfte füllten rund 800 Sandsäcke und errichteten daraus einen Damm, der den Wassermassen tatsächlich standhielt. Bild: Christian Birner

Sandsäcke sollen angeblich großen Wassermassen standhalten. Ob das wirklich so ist? Die Frauen und Männer vom Technischen Hilfswerk haben es einfach mal ausprobiert.

Mit den Themen Hochwasserschutz und Deichsicherung beschäftigten sich die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) am Wochenende. Angeleitet durch zwei hauseigene Ausbilder erfuhren sie zunächst umfassende Theorie zum richtigen und schnellen Befüllen von Sandsäcken, zum Aufbau eines künstlich angelegten Deichs, zum korrekten Bauen eines Sandsackdammes sowie zu Notsicherungsmaßnahmen an beschädigten Deichen.

Anschließend ging es an die Praxis: Unter Einsatzbedingungen füllten die THW-Kräfte rund 800 Sandsäcke in knapp eineinhalb Stunden, verschlossen sie und schlichteten sie zum Transport fachgerecht auf Paletten. Nächste Aufgabe war die Errichtung eines kleinen Deichs sowie einer Quellkade - eine Konstruktion zum Druckausgleich an einem beschädigten Deich.

Neben dem herkömmlichen Sandsack zum Hochwasserschutz kam auch eine alternative Art von Schutzmaßnahmen zum Einsatz. Aus Euro-Paletten und Planenmaterial wurde binnen weniger Minuten eine mehrere Meter lange Hochwasserschutzwand aufgebaut.

Um die errichteten Bauwerke zu testen und mögliche Schwachpunkte herauszustellen, wurde mit einer Hochleistungspumpe ein Wasseranstieg simuliert. Alle Arten der Hochwasserschutzmaßnahmen hielten dem Belastungstest stand.

Aber der Beweis war erbracht: Mit einer Mauer aus Sandsäcken lassen sich tatsächlich große Wassermassen stoppen.
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