Satzung nur eine Grundlage

Das ehemalige Übungsgelände der Bundeswehr in Fuchsstein soll Landschaftsschutzgebiet werden. Offenbar haben die Bürger aber noch Erklärungsbedarf. Bild: Steinbacher

Es kommt nur ganz selten vor, dass die Stadtverwaltung einen Leserbrief in der Amberger Zeitung direkt kommentiert. Doch diesmal macht Umweltreferent Dr. Bernhard Mitko eine Ausnahme. Schließlich geht es um das Thema Landschaftsschutzgebiet Rammertshof.

Anlass sei aber nicht nur der Leserbrief vom 9. Januar gewesen, so schreibt Mitko. Dazu habe es auch einige direkte Zuschriften an die Stadtverwaltung gegeben, die ihn zu einer Klarstellung bewogen hätten. So sei in der Sitzung des Stadtrates vom 22. Dezember noch kein Landschaftsschutzgebiet im Ammerbachtal ausgewiesen worden. Auch die Satzung, die in der entsprechenden Medienberichterstattung zitiert worden sei, gelte noch nicht.

Verfahren nur gestartet

"Es wurde lediglich das Verwaltungsverfahren gestartet, das zur Ausweisung des Landschaftsschutzgebietes führen kann", so Mitko. Der Satzungsentwurf diene als Grundlage für das Verfahren und könne bis zum endgültigen Beschluss noch geändert werden. "Völlig zu Recht hatte der Berichterstatter in seinem Artikel daher geschrieben, dass das Landschaftsschutzgebiet ,auf den Weg gebracht' worden ist."

Zu den weiteren Anmerkungen des Leserbriefschreibers seien noch ein paar Hinweise veranlasst: So sei das Betretungsverbot für landwirtschaftliche Flächen in der Vegetationsperiode eine allgemeine gesetzliche Regelung, die für alle landwirtschaftlichen Flächen gelten - auch wenn diese nicht in einem Landschaftsschutzgebiet liegen. Wegen der Nutzung dieser Flächen im Landschaftsschutzgebiet durch einen Schäfer werde im Entwurf der Zeitraum vom 1. März bis zum 30. September vorgeschlagen. Dies entspreche den Weidezeiten der Schafe. Weiter sei die Brutzeit der Wiesenbrüter berücksichtigt.

Auch keine Beweidung

"In dieser Zeit findet in den betreffenden Gebieten auch keine Beweidung durch den Schäfer statt." Für Hunde seien Freilaufgebiete vorgesehen, die Anleinpflicht außerhalb dieser Gebiete diene insbesondere dem Schutz anderer Tiere und stelle keine Diskriminierung der Hundebesitzer dar, macht Dr. Mitko deutlich.

Der Segelflugplatz selbst sei keine landwirtschaftliche Fläche. Daher gelte diese Regelung dort nicht. Es gebe aber andere gesetzliche Regelungen, die das Betreten von Landebahnen und das Freilaufenlassen von Hunden auf Flugplätzen untersagen. Auch dies gilt unabhängig von einem Landschaftsschutzgebiet. "Bodenbrüter auf der Landebahn des Flugplatzes sind keine vorhanden."
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