"Schirmherren" für die Natur

Der Umweltpreis der Stadt Amberg 2015 geht an Johann Metz (Mitte) und Rudolf Leitl (rechts). Oberbürgermeister Michael Cerny würdigte das Engagement der beiden Naturschützer am Montag bei der Stadtratssitzung. Bild: Hartl

Sie haben ihren Teil dazu beigetragen, Amberglebens- und liebenswert zu gestalten: Rudolf Leitl und Johann Metz sind am Montag mit dem Umweltpreis der Stadt ausgezeichnet worden.

Leitl ist als Fledermaus-Experte bekannt. "Er betreut die Fledermaus-Quartiere in der Region und sorgt dafür, dass die Tiere genügend Unterschlupf finden", sagte Oberbürgermeister Michael Cerny in der Stadtratssitzung. Dabei arbeite Leitl eng mit der Umweltwerkstatt und der Unteren Naturschutzbehörde zusammen. Leitl sei außerdem "Schirmherr" für andere seltene Tiere - Luchse, Wölfe und Wildkatzen zum Beispiel. Letztere hätten sich gerade erst wieder in der Region angesiedelt.

Johann Metz hat sich über Jahrzehnte hinweg als Natur- und Vogelschützer einen Namen gemacht. Zwölf Jahre lang (von 1977 bis 1988) leitete er die Kreisgruppe des Landesbunds für Vogelschutz (LBV). Unter seiner Regie seien zahlreiche Projekte umgesetzt worden: Unter anderem der Brutvogel-Atlas für den Raum Amberg-Sulzbach, sowie die Archivierung und regelmäßige Veröffentlichung sämtlicher Vogelbeobachtungen im Internet. "Mit zahlreichen Führungen und Angeboten zur Weiterbildung haben Sie zudem dafür gesorgt, dass Sie immer wieder Mitstreiter fanden", sagte der Oberbürgermeister. Beiden Preisträgern bescheinigte der Rathauschef, Vorbilder für die Allgemeinheit zu sein. "Ich wünsche mir, dass möglichst viele Bürger Ihrem Beispiel folgen", unterstrich Cerny. Der Umweltpreis wird alle zwei Jahre vergeben. Er ist mit insgesamt 1500 Euro dotiert. Jeder kann engagierte Bürger, Gruppierungen oder Einrichtungen für den Preis vorschlagen. Die Entscheidung trifft der Umweltausschuss.
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