Schlangestehen für die leichte Muse

Englische Tugenden sind gefragt, wenn der Kartenvorverkauf für die neue Kultursaison ansteht. Diese Aufnahme entstand 2012. Archivbild: Hartl

Wenn es um Kunst und Kultur geht, definieren sich Schnäppchen völlig anders als bei Sonderangeboten: Eine Karte ergattern, heißt die Devise, wenn es um Bühnen-Bestseller oder Konzert-Renner geht.

Im September beginnt die neue Spielzeit im Stadttheater und die kommende Saison weckt große Erwartungen quer durch die persönlichen Vorlieben. Von Klassikern bis zum zeitgenössischen Schauspiel, ob konventionell-akademischer oder moderner Tanz sowie Musiktheaterproduktionen quer durch die Genres, laut einer Pressemitteilung des Kulturamtes wird eine große Fülle an Veranstaltungen geboten.

Karten für die gesamte Saison können ab Montag, 24. August, 9 Uhr, in der Tourist-Information am Hallplatz 2, erworben werden. Die Spielzeit im Stadttheater beginnt mit der Wiederaufnahmepremiere von "Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel" mit Doris Kunstmann in der Hauptrolle. Die satirisch-abgründige Komödie von Theresia Walser hat schon in der zurückliegenden Spielzeit das Publikum begeistert.

Es folgt das Swing-Musical "City of Angels", eine Parodie und Hommage an den Film noir und zugleich die vierte Zusammenarbeit zwischen der Folkwang Universität der Künste und der Konzertdirektion Landgraf. Der große Erfolg "Motown - Die Legende", verspricht Einblicke in die Hintergründe der Hit-Fabrik "Motown", die Generationen zum Tanzen bewegte und in Amberg bereits in den vergangenen Spielzeiten das Stadttheater erbeben ließ.

Die Klassiker-Riege

Einen Schwerpunkt der neuen Saison bilden Klassiker wie "Die Blechtrommel" nach dem Roman von Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass, "Rose Bernd" von Gerhart Hauptmann und "Des Teufels General" mit Gerd Silberbauer von Carl Zuckmayer. Auch "Der kaukasische Kreidekreis" in der Inszenierung von und mit Peter Bause kehrt für eine Vorstellung ans Stadttheater zurück.

Zeitgenössisches Schauspiel bietet das Erfolgsstück "Wir lieben und wissen nichts" von Moritz Rinke mit Helmut Zierl oder "Die Opferung von Gorge Mastromas". Im musikalischen Bereich stehen die Premiere von "Kiss me, Kate", "Höchste Zeit" und "Die schöne Helena. Plädoyer für eine Schlampe." mit Georgette Dee sowie der musikalische Kästner-Abend "herzleid los" mit Ulrich Gebauer im Spielplan.

Facetten des Tanztheaters

Auch Freunde des Tanzes kommen sowohl im klassischen Fach mit "Der Nussknacker" und einer Ballettgala des ukrainischen Staatsballetts als auch im zeitgenössischen Bereich mit der "Jon Lehrer Dance Company" und dem fabelhaften irischen Aerial-Dance von "Fidget Feet" auf ihre Kosten. Amüsant wird es unter anderem mit der Adaption des Kinoerfolgs "Rubbeldiekatz" und dem großen Broadway-Erfolg "Wanja und Sonja und Mascha und Spike".

Das Konzertprogramm lässt in dieser Saison ebenfalls wieder Hochkarätiges von sich erwarten. Am 27. September eröffnen wir die Konzertsaison mit dem Kammerorchester des Nationaltheaters Prag. Mit David Fray, Kit Armstrong, Thomas E. Bauer und Jeremy Menuhin bereichern große Namen die klassische Konzertreihe im Stadttheater Amberg.

Ein bisschen querbeet

Im Oktober steht bereits das erste Highlight für junge Besucher an, das zugleich auch ein interkulturelles Projekt ist: "Das fliegende Kamel" mit Paul Maar, Murat Coskun, Ibrahim Sarialtin und der Capella Antiqua Bambergensis. Der Kabarettist Michael Altinger, Flamenco-Star Maria Serrano, Helmut Eisels sprechende Klarinette und die Lokalmatadoren von Los Dos Y Compañeros sorgen für Abwechslung im Programm-Bereich "Spezial", in dem auch die Dauerbrenner wie "Jazz im Theater" - diesmal mit der Blue Eyes Big Band zu Ehren von Frank Sinatra, The Special Night(s) before Christmas oder das traditionelle Rosenmontagskonzert nicht fehlen.

Heuer heizen zudem Conny Glogger, Michael Lerchenberg und Gerd Anthoff mit "Opern auf Bayrisch" von Paul Schallweg die Stimmung in der fünften Jahreszeit kräftig an. Krimifans und Figurentheaterfreunde können sich auf Agatha Christies "Die Mausefalle" freuen, in Szene gesetzt vom Theater Salz und Pfeffer. Freiräume für jedwede individuelle Interpretationen eröffnet ein Studiokonzert mit Ib Hausmann, Bob Degen und Christian Weber. Im zweiten Konzert dieser atmosphärischen Reihe im Bühnenraum des Stadttheaters postulieren die Band "Das Kapital" und die Videokünstler von Manic Cinema "Wanted! Hanns Eisler".

Weitere Infos und eine Übersicht über das gesamte Programm der neuen Spielzeit können unter www.stadttheater-amberg.de abgerufen werden.
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