Schlechter Witz am Schluss

David Rybka (links) und Sebastian Aukofer (rechts) haben Dominik Härtlein (Mitte) vom EHC 80 Nürnberg im Griff. Morgen, Dienstag, 1. Dezember, um 19.30 Uhr stehen sich beide Teams erneut gegenüber, dann wird die zum Saisonbeginn verlegte Partie in Nürnberg nachgeholt. Bild: gf

Ein Drittel benötigte der ERSC Amberg, um die Nervosität ab- und sich den EHC 80 Nürnberg zurechtzulegen. Dann waren die Löwen eindeutig Herr im Haus und bescherten ihrem neuen Coach Alex Reichenberger einen 6:2-Erfolg zu dessen Heimpremiere. Und damit waren die Gäste noch bestens bedient.

Wenn es überhaupt etwas zum Nörgeln gegeben hätte, dann war es die Chancenverwertung, denn die Franken hätten buchstäblich aus der Halle geschossen werden können. Es lag aber nicht nur an der Visiereinstellung der Löwen-Angreifer, mehr noch an Gäste-Torhüter Philip Schnierstein, der in seinem Abschiedsspiel für die "Achtzger" - er wechselt zurück zum Bayernligisten Höchstadt - nochmals seine Klasse demonstrierte. Auf der anderen Seite hütete Daniel Sellerer für den verhinderten Oli Engmann das Amberger Tor und erwies sich als sehr sicherer Rückhalt.

Ohne den gesperrten Flamik und den verletzten Hampl war der Start des ERSC etwas holprig. Zwar konnte Matti Swadzba eine Überzahl schon nach 85 Sekunden zum 1:0 für die Löwen verwerten, aber die Antwort der Nürnberger folgte mit dem 1:1 beinahe im Gegenzug und ebenfalls im Powerplay. Amberg mühte sich, die Partie in den Griff zu bekommen und hatte bald schon ein Chancenübergewicht, die Gäste verlegten sich beinahe ausschließlich auf Konterspiel. Im Mittelabschnitt fing Sellerer einen Angriff von Nürnberg ab und leitete mit all seiner Erfahrung und einem 30-Meter-Pass einen Break über Daniel Krieger ein, den dieser zur Führung für den ERSC abschloss. Das war das Erfolgserlebnis zum richtigen Zeitpunkt und der Startschuss für eine Großoffensive der Löwen. Die drängten nun vehement auf einen Ausbau der Führung und vor Schniersteins Tor brannte es oftmals lichterloh. Aber erst Mitte des Drittels lochte Routinier Florian Bartels zum überfälligen 3:1 ein. Der ERSC blieb couragiert weiter am Drücker und wurde in der Schlussminute des Abschnitts mit dem 4:1 durch Dominik Farnbauers Premierentreffer in dieser Saison belohnt.

Der Sturmlauf der Gastgeber fand im letzten Drittel unvermindert seine Fortsetzung, und es war wie ein schlechter Witz, dass Nürnberg bei einem Powerplay auf 4:2 verkürzte. Die Zweifel wurden aber umgehend von Sebastian Aukofer beseitigt, der einen Schlagschuss von Norbert Gerber unhaltbar zum 5:2 für die Löwen abfälschte. Florian Wrobel setzte den Schlusspunkt und machte das halbe Dutzend an Treffern für den ERSC voll.
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