Schlusslicht TSV Neudrossenfeld und erfahrener neuer Spieler erwarten FC Amberg
Papi soll es richten

Nach dem Sieg gegen den SC Eltersdorf am vergangenen Samstag steht der FC Amberg am 15. Spieltag vor einer vermeintlich leichten Pflichtaufgabe. Denn die Elf von Trainer Timo Rost muss am Freitag, 3. Oktober, um 17 Uhr beim Vorletzten der Bayernliga ran, dem TSV Neudrossenfeld. Im vergangenen Jahr wurde der TSV, der seit dieser Saison von Detlef Hugel (46, vorher ASV Pegnitz) trainiert wird, noch Meister der Landesliga Nordost - heute findet man sich fast ganz unten in der Bayernliga wieder. Tabellenplatz 17 mit acht Punkten, erst ein Sieg, schon 29 Gegentore und damit die drittschwächste Defensive der Liga - der Bayernliganeuling tut sich noch schwer eine Etage höher.

"Wir hätten gehofft, dass die Eingewöhnungszeit in die Liga kürzer wäre. Aber so sind wir teilweise einfach noch zu unerfahren und zu grün hinter den Ohren", sagt Trainer Detlef Hugel. Das zeigte sich so auch am vergangenen Wochenende in Haibach. Da kassierte der TSV drei Tore in den letzten 20 Minuten - so viel zum Thema Unerfahrenheit. Hugel sieht aber Licht am Ende des Tunnels: "Dass wir in dieser starken Bayernliga an unsere Grenzen stoßen, war klar. Aber es wird langsam." Hoffnung machen ihm da vor allem die letzten Auftritte seiner Mannschaft, in denen endlichen Kontinuität über 90 Minuten zu sehen sei: "Wir stellen die Fehler langsam ab, aber dann kommt eben noch dazu, dass dir das Glück manchmal fehlt, wenn du da hinten drin steckst."

Fixpunkte im Team der Neudrossenfeldern sind zwei Neuzugänge. Zum einen Daniel Meyer, der vor der Saison vom Regionalligisten Bayreuth kam und mit sechs Treffern die interne Torschützenliste anführt. Zum anderen Papi Henriques, der seit zwei Wochen trainiert und von seinen bisherigen Stationen (FC Augsburg, 1. FC Schweinfurt 05, SpVgg Bayern Hof) viel Erfahrung mitbringt: "Seit Papi da ist, wird mehr miteinander gesprochen, das wird uns auf Dauer helfen", so Hugel über seinen jüngsten Neuzugang. Ein Ergebnisziel gegen den FC Amberg gibt Hugel nicht aus: "Wir wollen uns mit viel Adrenalin im Blut mit Händen und Füßen wehren."

Genau das erwartet auch Timo Rost: "Neudrossenfeld hat nicht viele Punkte, aber fast alle haben sie zu Hause geholt. Der TSV wird uns alles abverlangen." Die Zielsetzung ist dennoch klar: "Wir fahren dorthin, um zu gewinnen." Dieses Selbstbewusstsein kommt nicht von ungefähr: Der FC ist das beste Auswärtsteam der Liga (16 Punkte aus 7 Spielen), gewann in der Fremde zuletzt dreimal in Folge. Fehlen wird beim Auswärtsspiel definitiv Andreas Graml (Knöchelverletzung). Hinter den Einsätzen von Marco Seifert (Bänderdehnung) und Tobias Wiesner (Grippe) stehen noch Fragezeichen, Andre Karzmarczyk kehrt nach überstandener Krankheit wieder in den Kader zurück.

FC Amberg: Götz (1), Sommerer (25), Brandl (20), Ceesay (15), Gorgiev (5), Jobst (23), Konjevic (4), Karzmarczyk (18), Hempel (14), Knorr (17), Lincke (19), Morin (22), Plänitz (13), Schwarzfischer (21), Wiedmann (10), Dietl (8), Seifert (16), Seitz (9), Wiesner (7), Werner (11).
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