Schmidts "Mensch ärgere Dich nicht"

Der gebürtige Amberger hat das Spiel "Mensch ärgere Dich nicht" im Winter 1907/08 in einer kleinen Werkstatt in der Münchner Lilienstraße (Arbeiterviertel Giesing) entwickelt. Seine drei Söhne waren von Langeweile geplagt. So ist es überliefert: Kurzerhand zeichnete der Herr Papa eine Spielbahn in Kreuzform auf eine alte Hutschachtel. Fertig war der Zeitvertreib für den Nachwuchs. Das war die Geburtsstunde des Brettspiels, dessen Siegeszug aber erst in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs begann. Den Weg dorthin hatten Würfel und Holzkegel aus den Lazaretten gefunden, an die Schmidt 1914 eine erste Auflage von 3000 Exemplaren verschenkte. Übrigens auch aus einer Portion Ärger heraus, denn haben wollte seine bis heute über 70 Millionen Mal verkaufte Erfindung zuvor niemand.
Weitere Beiträge zu den Themen: Kurz notiert (401123)Januar 2015 (7957)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.