Schüler haben das letzte Wort

Im Bild von links: Oberstudienrätin Veronika Frenzel, Andreas Pürner (Q11), Franziska Wiesneth (9c), Judith Lehner (10d), Hanna Überschaer (9b) und Wolfgang Wolters, Schulleiter des Max-Reger-Gymnasiums. Bild: hfz

Freies Sprechen, auch vor mehreren Leuten, das will geübt sein. Die Grundlage, um auch mal eine Diskussion souverän führen zu können, soll Schülern mit einer besonderen Aktion beigebracht werden.

Zum 15. Mal beteiligt sich das Max-Reger-Gymnasium an dem bundesweiten Wettbewerb "Jugend debattiert". Bei dieser Debattenform äußern sich jeweils vier Jugendliche zu aktuellen politischen und schulischen Streitfragen. Jeder erhält zunächst zwei Minuten ungestörte Redezeit, in der er seine Position - pro oder contra - darlegt. Es folgen zwölf Minuten freie Aussprache. Für ein Schlusswort steht jedem Teilnehmer eine Minute zur Verfügung.

Vier Kategorien

Bewertet werden dabei vier Kategorien, nämlich Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Die Debattenform ist inzwischen als Schulaufgabe am Max-Reger-Gymnasium in der neunten Jahrgangsstufe eingeführt, wodurch jeder Schüler das Format kennenlernt und seine sprachlichen Fähigkeiten trainieren kann.

Qualifikation fürs Finale

Die Klassensieger qualifizieren sich dabei jeweils für das Schulfinale. Dieses zeigte wegen der guten Vorbereitung durch die an dem Wettbewerb beteiligten Lehrer ein erfreuliches Niveau.

In der Sekundarstufe I traten aus der 9b Hanna Überschaer und Tobias Ruder gegen Nicolai und Franziska Wiesneth aus der 9c an. In einem spannenden, von sehr viel Sachkenntnis und Fairness bestimmten Rededuell zu dem Thema "Soll an unserer Schule der Kiosk von einer Schülerfirma betrieben werden?", setzten sich schließlich Hanna Überschaer auf dem ersten Platz und Franziska Wiesneth auf dem zweiten Platz durch. Sie werden in ihrer Jahrgangsstufe beim Regionalentscheid, der dieses Jahr am Max-Reger-Gymnasium stattfindet, ihre Schule vertreten.

Die Sekundarstufe II debattierte das Thema: "Soll an unserer Schule eine Gedenkveranstaltung zu 25 Jahren deutsche Einheit stattfinden?". Für dieses Finale hatten sich aus der 10d Judith Lehner und Magdalena Tunsch, aus der 10a Elias Kneusel und aus der Q11 Andreas Pürner qualifiziert.

Locker und eloquent

Sehr locker, eloquent und gut vorbereitet gingen die Oberstufler an das nicht ganz einfache Thema heran und die Zuschauer und Zuhörer bekamen in dem verbalen Wettstreit die vielen verschiedenen Facetten der Problematik aufgezeigt. Hier belegte den ersten Platz überzeugend Judith Lehner und Andreas Pürner den zweiten. Die Schüler werden nun ebenfalls für das Max-Reger-Gymnasium auf der nächsthöheren Ebene ihre Debattierkunst gegen die Sieger der anderen teilnehmenden Schulen aus der Region Oberpfalz-Nord und Mittelfranken-Ost zeigen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.