Schülerinnen der Dr. Johanna-Decker-Schulen spielen bei Toleranz-Projekt in Italien Theater
Beseelt vom Europagedanken

Amberg in der Oberpfalz
12.12.2012
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Die vorletzte Woche innerhalb des Comenius-Projekts "Spotlights for Tolerance" fand mit Schülern und Lehrkräften aus Polen, Rumänien, der Türkei und Deutschland in der italienischen Partnerschule statt, der IISS Don Michele Arena in Sciacca. Bei diesem Städtchen an der Südküste Siziliens handelt es sich, gemessen an der Einwohnerzahl, um einen Zwilling von Amberg, doch die klimatischen und geographischen Unterschiede sind beträchtlich.

So konnten fünf Schülerinnen aus der 11. Jahrgangsstufe des Dr.-Johanna-Decker-Gymnasiums, begleitet von Kunsterzieherin Gerti Räß und Projektkoordinator Peter Ringeisen, erst einmal ihre Sommersachen auspacken, als es hieß, bei 24 Grad am Hafen entlang zu spazieren.

Zum Versöhnungsgruß

Doch das milde Klima war natürlich nur eine angenehme Nebenerscheinung - ansonsten wurde fleißig am gemeinsamen Theaterprojekt gearbeitet, das von der Theaterpädagogin und Reiseleiterin Liz Mitchell organisiert wurde. Bei dieser Variation des Themas Toleranz für das Schultheater wurden zwei Restaurants einander gegenüber gestellt - ein intolerantes, in dem ungewöhnlich aussehende Gäste angeschnauzt oder hinausgeworfen wurden, und eine tolerante Gaststätte, in der ein grundsätzlich freundlicher und wertschätzender Ton herrschte. Nachdem dieser Kontrast ausgespielt worden war, trafen sich alle mit dem Vertreter der jeweils entsprechenden Rolle der Gegenseite in der Mitte der Bühne zu einem Versöhnungsgruß.

Große Emotionen

Englischlehrerin Rosaria Gallerano hatte als örtliche Koordinatorin ein attraktives Besichtigungsprogramm dazu ausgearbeitet. Zunächst wurde das selbst schon sehr sehenswerte Städtchen Sciacca erkundet, dessen Hafen und mittelalterliche Innenstadt die Besucher begeisterten.

Herzlich empfangen wurden die Besucher und ihre Gastgeber von Sciaccas Bürgermeister, Vito Bono, sowie vom Kommandanten der Carabinieri der Provinz Agrigent, Colonnello Riccardo Sciuto. Der Empfang bei den Carabinieri war eine Besonderheit, deren Sinn sich in Sciutos Rede aufklärte. Er hob hervor, wie wichtig einerseits die Überwachung der Gesetze von oben, aber andererseits auch die Unterstützung der Gesetze von unten sei - also das Zusammenhalten von Bürgern und Gesetzeshütern. Denn nur so könne auch organisierte Kriminalität bekämpft werden: Ja zur Toleranz, aber keine Toleranz für Illegalität!

Große Gastfreundschaft, große Emotionen und große Gesten - mit diesen Stichworten lässt sich die Begegnung der europäischen Partner zusammenfassen. Die Gestaltung der Willkommens- und Abschiedsfeiern durch die Nationalhymnen und die europäische Hymne, durch Darbietungen der europäischen Partner und auch die vom Europagedanken beseelten Reden der Schulleiterin, Gabriella Brucculeri, verdeutlichten den Schülern, dass die Zusammenarbeit der Partnerschulen über die europäischen Grenzen hinweg etwas Bedeutendes ist.

Mit großer Dankbarkeit verabschiedeten sich die Teilnehmer am Ende - in gemeinsamer Vorfreude auf die letzte Projektwoche, die Mitte März am Decker-Gymnasium stattfinden wird.
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