Schulen im Rampenlicht

"Der Clou" - frei nach dem gleichnamigen Film und in Szene gesetzt von der Oberstufentruppe des Gregor-Mendel-Gymnasiums. Trotz Schülertheater wurde hier auch so einiges an Bein und Dekolleté gezeigt. Bild: kge

Ginge es um Unterhaltungsmusik, wäre von einem Medley die Rede. Auf der Theaterbühne wird daraus eine Trailer-Revue.

Amberg. (kge) "Drei - zwei - eins, Theaterfieber!" Mit diesem Schlachtruf motivierten sich die Akteure im Zuschauerraum des Stadttheaters am Freitagabend kurz bevor es losging. Wenige Augenblicke später hatte Oberbürgermeister Michael Cerny die 23. Schultheatertage eröffnet. Dieser Bühnenabend sollte der Auftakt sein. Ein prall gefüllter.

Elf Schauspielgruppen zeigten jeweils rund 15 Minuten ähnlich einem Filmtrailer, was sie in den nächsten Monaten bis Juli in ihren Schulen der Stadt dann in Langversion zeigen werden. Auf der komplett in Schwarz gehaltenen Bühne rückten bei einem Minimum an Requisiten der Einfallsreichtum bei den Kostümen und die darstellerischen Momente in den Mittelpunkt.

Die Arbeitsgemeinschaft Schulspiel der Luitpold-Mittelschule (Jahrgangsstufe 5 bis 7) machte den Anfang mit dem Stück "Diebstahl im Stadtmuseum". Die tragende Rolle spielt eine Mumie. Die Theatergruppe (5. und 6. Klasse) des Gregor-Mendel-Gymnasiums ließ das "Gespenst von Canterville" über die Bühne huschen und Schabernak treiben.

Recht schlagfertig

Weiter ging es mit einer freien Interpretation der Fabel Stadtmaus - Landmaus. In diese Rolle schlüpften gelangweilte Kids aus der Stadt und vom Land unter dem Titel "Stadt, Land, Leute - kommt zeigt uns Eure Welt". Dafür zeichneten die Unter- und Mittelschule des Erasmus-Gymnasium (EG) verantwortlich. "Wem die Trommel schlägt", das demonstrierten minimalistisch in Szene gesetzt mit Schlaginstrumenten zur Paulchen-Panther-Melodie die Theaterspieler (7. bis 10. Jahrgangsstufe) der Franz-Xaver-von-Schönwerth-Realschule. Das Unter- und Mittelstufenensemble des Max-Reger-Gymnasiums begann sein "Romeo und Julia - reloaded" mit einem Rap und bewies damit wieder die musikalische Begabung der Schüler.

Was käme raus, wenn man die ganze Schauspieltruppe einfach ausdiskutieren ließe, was sie umsetzen will. Mit dieser Frage beschäftigten sich die Akteure der Mittelstufe des Gregor-Mendel-Gymnasiums in witzigen Dialogen frei nach William S. "Spontanität muss wohl überlegt sein" - oder eben auch nicht. Das bewiesen Mädchen der Dr.-Johanna-Decker-Schulen, indem sie das Publikum mit einbezogen. Eine zweite Theatergruppe der Schule wandte sich in einer Art Revue dem Tanz zu. "Alle Zuschauer unter 16 sollten sich jetzt die Augen zuhalten oder besonders hinsehen." So lautete die Gebrauchsanweisung zu "Der Clou"- frei nach dem gleichnamigen Film, in Szene gesetzt von der Oberstufentruppe des Gregor-Mendel-Gymnasiums. Ebenfalls einen Klassiker haben sich die Älteren des EG vorgeknöpft, nämlich "Arsen und Spitzenhäubchen".

Völlige Eigenproduktion

Damit war das Max-Reger-Gymnasium gefordert, dessen Oberstufe die Eigenproduktion "Regensis" zeigte. Und bevor zum großen Bühnenfinale alle Verantwortlichen auf die Bühne gebeten wurden, zeigte die Theatergruppe der staatlichen FOS/BOS noch einen Ausschnitt aus ihren "Balkonszenen".
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