Schwaben am Ende

Die Regionalliga Bayern geht an diesem Wochenende in ihre achte Runde. Nach sieben absolvierten Partien stechen bisher vor allem die Bilanzen von zwei Mannschaften heraus. Am eindrucksvollsten tritt der SSV Jahn Regensburg auf.

Der Drittligaabsteiger hat alle Spiele gewonnen, steht souverän auf Platz 1 und hat inzwischen sieben Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten, die Amateure des FC Bayern München - die haben allerdings auch noch ein Nachholspiel ausstehen.

Negativ auffällig ist hingegen die U 23 des FC Augsburg. Bei den Fuggerstädtern scheint derzeit rein gar nichts zu klappen: Erst zwei Unentschieden gab es für die Schwaben, dazu kommen fünf Niederlagen. Schaut man auf das Programm am Wochenende, sind die Chancen groß, dass beide Serien weitergehen könnten: Denn der Jahn erwartet zu Hause die SpVgg Bayreuth, Augsburg bekommt Besuch vom Aufsteiger aus Amberg. Wacker Burghausen, nach den Bayern zweithärtester Verfolger des SSV Jahn, muss zur SpVgg Greuther Fürth II - auch das sollte eine klare Sache werden. Das Lokalderby zwischen den Bayern-Amateuren und der SpVgg Unterhaching wurde abgesagt und wird erst später nachgeholt.

Doch zurück zum FC Augsburg II. Seit 2012 spielt die U 23 in der Regionalliga. In der Premierensaison sicherte man sich auf den letzten Drücker in der Relegation gegen den BC Aichach den Klassenerhalt. Mit Platz 4 folgte in der anschließenden Spielzeit die bisher stärkste Saison der Fuggerstädter, im vergangenen Jahr landete man auf Rang 10. Aktuell steht der kleine FCA nach fünf Niederlagen aus den ersten sieben Spielen aber auf dem letzten Tabellenplatz. Eine Platzierung, die man im Nachwuchsleistungszentrum in Augsburg nicht gerne sieht. Seit der vergangenen Saison wird das von Nachwuchs-Cheftrainer Manuel Baum geleitet. Die Ziele im NLZ sind klar umrissen: Die jeweiligen Teams der verschiedenen Altersstufen sollen in den höchstmöglichen Klassen spielen - es wäre also noch Luft nach oben für die U 23 des FC Augsburg. Auch die Spielphilosophie der ersten Mannschaft soll dort an die jüngeren Teams weitergegeben werden. Langfristig wolle man so auch die "Durchlässigkeit des Nachwuchses zur Bundesliga erhöhen", wie Baum bei seinem Antritt ankündigte.

Etablieren konnte sich in dieser Saison aber noch keiner bei den Profis. Doch immerhin schnuppern Talente wie Raphael Framberger und Tim Rieder immer wieder mal am Profi-Kader, waren auch schon im Trainingslager des Erstligisten dabei. Am Freitag steht für die U 23 des FC Augsburg erst wieder der Regionalligaalltag auf dem Programm - mit dem Ziel, den negativen Lauf aufzuhalten. In Amberg hingegen hätte man kein Problem, wenn sich die sieglose Zeit der Gastgeber auch nach dem Auftritt im altehrwürdigen Rosenau-Stadion fortsetzt.
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