Schwache Falken, starke Wölfe

Daniel Krieger gehört zu den stärksten Spielern des ERSC Amberg. Bild: brü

Prosecco gibt's nur einmal für die Damen, die - geht es nach den Eishockeyspielern des ERSC Amberg - aber gerne zweimal kommen dürfen. Denn prickelnde Partien gibt's heute und Sonntag im Stadion am Schanzl.

Mit Erfolgen in einem Heim-Doppelpack an diesem Wochenende könnte der ERSC Amberg seine gute Tabellensituation in der Eishockey-Landesliga festigen. Dabei scheint die Aufgabe heute, 20 Uhr, gegen die Haßfurt Hawks vom Papier her einfacher zu sein als am Sonntag (18.30 Uhr) gegen die starke 1b-Mannschaft der Selber Wölfe. Etwas überraschend kommt Bayernliga-Absteiger Haßfurt eine Klasse tiefer nur schwer zurecht. Dabei herrschte noch vor knapp drei Wochen leichte Euphorie durch einen Überraschungscoup im Main-Derby bei den Schweinfurter Mighty Dogs. Danach folgten aber vier Niederlagen am Stück, beginnend mit einem 3:5 gegen die Amberger Löwen.

Ohne Top-Torjäger

Hier nahm das Unheil seinen Lauf, als sich Top-Torjäger David Franek im Schlussdrittel ohne Fremdeinwirkung eine Knieverletzung einhandelte. Erst danach konnte der ERSC die entscheidenden Treffer zum Sieg erzielen. Ohne den Deutsch-Tschechen sind die Hawks ihrer stärksten Waffe beraubt und müssen sich in der Tabelle eher nach unten orientieren.

Eher defensiv

Zuletzt setzte es auch auf der "Alpen-Tour" beim Doppelspieltag in Inzell (4:6) und Trostberg (5:7) zwei Pleiten, worauf Coach Lubos Thür mit disziplinarischen Maßnahmen reagierte. Der ESC-Übungsleiter, früher selbst ein gefürchteter Stürmer, wird in Amberg wohl eher eine defensive Variante vorgeben, bei der man sich auf die Fangkünste von Martin Hildenbrand stützt. Der zählt zu den stärksten Torhütern der Liga.

Die bisherigen Spiele haben gezeigt, dass niemand in dieser Klasse vor Überraschungen gefeit ist, weshalb ERSC-Trainer Stefan Ponitz seinen Spielern die richtige Einstellung mit dem nötigen Respekt vor dem Gegner mit auf den Weg gibt.

Reichlich Auswahl

Personell dürfte der Coach wieder genügend Auswahl haben. Zu dieser Begegnung veranstalten die ERSC-Verantwortlichen eine "Ladies-Night", wo in den Drittelpausen kostenfreier Prosecco für die Damen ausgeschenkt wird - solange der Vorrat reicht.

Der Sonntagsgegner aus Selb wird in dieser Runde vermutlich nicht mit den Abstiegsrängen in Berührung kommen. Die 1b-Mannschaft des Oberligisten VER verbuchte einen erfolgreichen Saisonstart, war zwischenzeitlich für einen Abend sogar mal Spitzenreiter. Dies verwundert nicht, wenn man die personellen Transaktionen im Vorfeld der Spielzeit verfolgt hat.

Mit Tausend

Da wurden einige Spieler des letztjährigen Bayernligisten Mitterteich in den Kader aufgenommen, unter anderem die torgefährlichen Stürmer Pfänder und Tausend. Auch zogen sich einige Akteure aus dem Oberligateam in die 1b zurück, die ja ohnehin auch immer noch Sammelbecken für junge Talente der Wölfe ist. Und mit dem Ex-Weidener Roman Göldner sowie Torjäger Petr Polesny stehen Trainer Sascha Grögor auch zwei namhafte Routiniers zur Verfügung.

Heute in Regen

Die vergangenen Wochen konnten die Selber nicht komplett antreten und mussten einige Niederlagen einstecken, freilich gegen Spitzenteams wie Schweinfurt, Kissingen oder Passau. Heute haben die Oberfranken aber schon die Gelegenheit, gegen das Schlusslicht aus Regen in die Erfolgsspur zurückzufinden.
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