Schwankende Leistungen

Eine nicht erwartete Heimpleite mit drei Gegentoren, weit vom Saisonziel entfernt, der Tiefpunkt der Spielrunde - die Rede ist vom SC Eltersdorf. Ausgerechnet jetzt kommt die angeschlagene aber zum Favoritenkreis der Bayernliga zählende Mannschaft zum FC Amberg, der zu Hause bislang schwächelt.

Nach dem 1:0-Pflichtsieg am vergangenen Wochenende beim Tabellenletzten SV Memmelsdorf erwartet der FC Amberg am Samstag, 27. September, um 16 Uhr mit dem SC Eltersdorf ein anderes Kaliber im Stadion am Schanzl.

Man hatte sich eigentlich mehr ausgerechnet bei den Mittelfranken, die vor der Saison auch für Ambergs Trainer Timo Rost zum Favoritenkreis zählten. Doch bisher waren die Leistungen der Erlanger Vorstädter einfach zu schwankend, das weiß wohl nicht nur SC-Trainer Hendrik Baumgart (37), der seit zwei Jahren Regie beim SCE führt. So richtig zu seiner Form hat der Vorjahresachte der Bayernliga noch nicht gefunden. Mit 20 Punkten stehen die "Quecken", wie die Eltersdorfer auch genannt werden, auf Rang 9.

Das liegt auch an den letzten beiden herben Niederlagen: Nach einer 1:4-Klatsche in Ansbach setzte es am vergangenen Wochenende eine 0:3-Heimpleite gegen Alemannia Haibach. Das sei der spielerische Tiefpunkt in der laufenden Saison gewesen, heißt es aus SC-Kreisen - so dürfe es definitiv nicht weitergehen. Dass es derzeit einfach nicht läuft, mag auch am Ausfall von Mittelfeldakteur Patrick Hagen liegen. Der traf in acht Spielen drei Mal, wird wegen eines Syndesmosebandrisses aber einige Wochen fehlen.

Die Reise nach Amberg wird für Arpad Backens wohl etwas spezieller als für alle anderen Eltersdorfer. Der 33-jährige Angreifer trug in der Saison 2012/13 das Trikot des FCA, wechselte dann aber nach einer ziemlich durchwachsenen Saison (4 Tore in 26 Spielen) nach Mittelfranken - zur Stammkraft entwickeln konnte er sich dort aber auch nicht. Denn vor ihm steht einer in der Sturmreihe, der sich als unverzichtbar für den SCE erwiesen hat: Michael Jonczy. Mit acht Treffern in zwölf Spielen ist der 27-Jährige derzeit drittbester Torjäger der Bayernliga. Auf ihn wird der FC Amberg ein besonderes Auge haben.

Vorrangig geht es für den FC aber darum, die Bilanz der letzten fünf Spiele (10 Punkte) weiter auszubauen. Das würde auch bedeuten, zu Hause endlich mal wieder zu gewinnen. Fünf Punkte aus sechs Heimspielen seien zu wenig, sagt Trainer Timo Rost, der einen Grund für die schwache Bilanz kennt: "Die Jungs meinen immer, wir müssen zu Hause ein Spektakel abbrennen. Aber wichtiger ist, dass wir die Balance zwischen Angriff und Abwehr finden. Ich glaube nicht, dass die Fans in jedem Heimspiel ein Feuerwerk erwarten. Denn es ist nicht verboten, ab und an auch mal defensiver zu spielen."

Dafür müsse man aber auch zwei starke Halbzeiten zeigen, pflichtet Bernd Scheibel, der sportliche Leiter, bei. Er rechnet sich etwas aus: "Eltersdorf hat wohl mehr Druck als wir. Wenn die oben dranbleiben wollen, müssen sie kommen und dadurch könnte das Spiel für uns etwas einfacher werden." Fehlen werden dabei wohl Simon Schwarzfischer (Knöchelprellung) und Ersatz-Torwart Christopher Sommerer (beruflich).

FC Amberg: Götz (1), Brandl (20), Ceesay (15), Gorgiev (5), Jobst (23), Konjevic (4), Karzmarczyk (18), Graml (6), Hempel (14), Knorr (17), Lincke (19), Morin (22), Plänitz (13), Schwarzfischer (21), Wiedmann (10), Dietl (8), Seifert (16), Seitz (9), Wiesner (7), Werner (11).
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