Schwere Beine

Nach nur einer Woche Eistraining verliert der ERSC Amberg seine beiden ersten Testspiele gegen den EC Höchstadt. Doch für Trainer Stefan Ponitz sind die Ergebnisse in der Vorbereitung zweitrangig. Ihm sind andere Dinge wichtiger.

Gute Ansätze, die erwarteten Resultate: Eishockey-Landesligist unterlag dem Bayernliga-Titelkandidaten EC Höchstadt, der bereits vier Wochen länger "im Saft steht", mit 5:9 und 3:13. Für Löwen-Trainer Stefan Ponitz standen aber die persönlichen Eindrücke seiner Spieler im Vordergrund, wenngleich die Aussagekraft im Vergleich "schwere Beine gegen engagierten Top-Gegner" zusätzlich litt, weil bei Amberg neben Dominik Farnbauer und Florian Bartels auch Abwehrorganisator Boris Flamik (Knieprobleme) fehlte.

Erkennbar war auf jeden Fall bei der Partie im Schanzl-Eisstadion, dass Neuzugang Oliver Engmann im Tor für das Team ein starker Rückhalt werden kann. Der Torhüter glänzte trotz der Gegentore mit einer beinahe schon enormen Fangquote und parierte unter anderem einen Penalty von HEC-Torjäger Ales Kreuzer. Gelegenheiten sich auszuzeichnen hatte Engmann zur Genüge, denn Höchstadt setzte den ERSC von Beginn an gewaltig unter Druck. Die Aischtal-Alligators waren nach einem weiteren - zu knappen - Testspielsieg gegen Schweinfurt von Trainer Stan Mikulenka nochmals besonders motiviert worden und hielten das Tempo bis ins Schlussdrittel sehr hoch.

Amberg konnte zu diesem frühen Zeitpunkt der Vorbereitung nur auf Schadensbegrenzung aus sein, aber das gelang phasenweise recht gut. Charakter und Einsatzbereitschaft stimmten voll und ganz und einige setzten sich auch persönlich in Szene. Neben Engmann war das unter anderem Gastspieler David Rybak, der seine gute Technik und viel Spielverständnis zeigte, oder auch Torjäger Daniel Krieger, der mit drei Treffern bewies, dass er schon wieder "hungrig" ist. Das letzte Drittel gestalteten die Löwen dann auch vom Ergebnis her ausgeglichen.

20 Stunden später folgte das Rückspiel in Höchstadt. Hierbei war der Löwen-Kader um weitere drei Spieler dezimiert, weshalb die Partie zu einer "extraschweren Trainingseinheit" für den ERSC wurde. Das 13:3 spiegelte auch den aktuellen Leistungsstand der beiden Teams wider.
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