Seepferdchen droht Untergang

Die DLRG ehrte Mitglieder (von links): Vorsitzender Gerhard Schottenheim, Stellvertreter Bernd Parlow, Jugendwart Julia Tontch, Stellverteterin Jenny Schmid, Stellvertretender Technischer Leiter Rainer Kratzer, Veronika Schottenheim, Anja Sippl, Bezirksvorsitzender Walter Mühlberger, Schriftführerin Susanne Wagemann, Elfriede Lehmann, Peter Gronde, Technischer Leiter Peter Winter und stellvertretender Technischer Leiter Volker Kratzer. Bild: hfz

Aus für das Seepferdchen? Die Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ist aktuell nicht in der Lage, Schwimmkurse für Anfänger anzubieten. Es gibt einfach keine Ehrenamtlichen mehr, die den Kindern das Schwimmen beibringen können.

Vorsitzender Gerhard Schottenheim wies die Mitglieder bei der Hauptversammlung auf diese Tatsache hin. "Es liegt nicht daran, dass die Ausbilder keine Lust hätten - sie sind schlicht und einfach ins Berufsleben eingestiegen und dadurch zeitlich nicht mehr so flexibel", sagte Schottenheim. Der älteren Generation an Schwimmausbildern könne diese verantwortungsvolle Aufgabe nicht mehr zugemutet werden. Da die Anfängerkurse zu den Kernaufgaben der DLRG gehört, werde der Vorstand nach Lösungen suchen. Dass der "harmonische Verein" eine finden werde, davon zeigte sich Bezirksvorsitzender Walter Mühlberger überzeugt.

Technischer Leiter Peter Winter berichtete von Aktionen im vergangenen Jahr. Darunter fielen Spiele-nachmittage, Wasserkino oder Kinderbetreuung am Buß- und Bettag im Kurfürstenbad, oder die Teilnahme am Gemeindefest in Ensdorf. Einer Einladung zum Wasserfest in Leipzig mit anschließendem Wachdienst sei man gerne nachgekommen. Neben all den Wachdiensten und Veranstaltungen waren auch einige Einsätze zu bewältigen. So war die DLRG an der Suche von vermissten Personen an der Vils beteiligt. Im Hockermühlbad wurde während der Wachdienste 54 Mal Erste Hilfe geleistet. Neben internen Weiterbildungen stand auch die Ausbildung von Pädagogen zu Rettungsschwimmern bzw. Schwimmausbildern im Vordergrund. Hier ist das Projekt "Seepferdchen für alle" zu erwähnen, bei dem Lehrkräfte der Lebenshilfe teilnahmen.

Ernstfall geprobt

Tauchreferent Hubert Wagemann erläuterte die zwei Arten des Tauchens, die bei der DLRG praktiziert werden: Einsatztauchen - in heimischen Gewässern - und Sporttauchen in Seen oder im Meer. Neben routinemäßigen Übungen und Weiterbildungen ist eine Fortbildung für Einsatztaucher auf Bezirksebene zu erwähnen. An der Vils, bei Vilshofen, wurde unter der Leitung des Ortsverbandes Amberg geübt. Im Frühjahr tauchte im Hockermühlbad ein fünfköpfiges Team der DLRG und ein Taucher der Wasserwacht unter. Der Ortsverband Amberg verfügt über eine aktive Tauchergruppe.

Jugendleiterin Julia Tontch erläuterte Aktionen wie die Teilnahme am ResQ-Cup am Brombach-See, Young-feVer-Festival in der Altstadt (Fest der Jugendarbeit), Mitwirken am Amberger Jugendgipfel, Ausrichtung der OV-Meisterschaften im KuFü oder Organisation von Erste-Hilfe Kursen. Auch beim wöchentlichen Schwimm-Training ist die Jugend fester Bestandteil. Für die Eisrettung hat sich die DLRG vorgenommen, schneller reagieren zu können.

1650 Euro gesammelt

Bei einer gemeinsamen Übung mit der Wasserwacht konnte man sich von der Einsatzfähigkeit eines speziellen Eisrettungsgerätes überzeugen. Der Vorstand entschied, dieses anzuschaffen und gab den Startschuss für eine Spendenaktion. Stellvertretender Vorsitzender Bernd Parlow informierte, dass 1650 Euro zusammenkamen. Schatzmeisterin Franziska Lehmann meldete mit 332 Personen einen stabilen Mitgliederstand.
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