Segelflieger-Nachwuchs kämpft um den Bezirkstitel
Präzision am Steuerknüppel

Auf dem improvisierten Treppchen (von links): Zweiter Marius Dunkus, der Sieger Fabian Donhauser (beide LSG Amberg) und der Dritte Leo Zacharias (LSV Regensburg) zusammen mit Wettbewerbsleiterin Lisa Wagemann (rechts daneben) und dem Teilnehmerfeld. Bilder: luf
 
Warten auf den Start zum Wertungsflug. Im Hintergrund ist ein Ziellandefeld in der Seitenansicht zu erkennen. Die Maschinen müssen zwischen den beiden weißen Linien aufsetzen, um so auf die ausgewiesene Höchstpunktzahl zu kommen.
Reger Betrieb herrschte auf dem Flugplatz Rammertshof, als Nachwuchs-Segelflieger aus der gesamten Oberpfalz den Titel des besten Jung-Piloten im Bezirk unter sich ausmachten. Neben der den Wettbewerb ausrichtenden Luftsportgruppe Amberg (LSG) waren Mitglieder der Vereine aus Regensburg und Cham an den Start gegangen. Sie mussten Piloten oder Flugschüler im Alter zwischen 14 und 26 Jahren sein, um sich der Konkurrenz zu stellen.

Zehn Aspiranten traten um den Oberpfalztitel an, sie hatten drei Wertungsflüge mit unterschiedlichen segelflieger-typischen Anforderungen zu absolvieren. Diese Disziplinen bestanden in sogenannten "Rollübungen" (wechselweise Links-/Rechtsdrehungen um die Längsachse der Maschine), einer "Hochgezogenen Fahrtkurve" (steiles Anziehen der Maschine aus dem Geradeausflug bei gleichzeitigem Einkurven gegen Ende des Steigfluges) und einem "Kreiswechselflug" (direkter Übergang von Links-/Rechtsdrehungen in Vollkreisen bei starker Seitenneigung) gehörten zum Wettbewerbsprogramm. Nach jedem Flug stand noch eine Ziellandung auf dem Programm. Dabei musste die Maschine möglichst punktgenau in einem zehn Meter langen Landefeld aufgesetzt werden.

Und noch Theorie

Das saubere Handling der Maschine vom Start über die Flugübung und abschließende Landung beurteilte eine Jury. Sie bestand aus dem Fluglehrer Egfried Trautenberg (LSG), dem Cheffluglehrer des Bezirkes Franz Klimt, Pilotin Karola Klimt (beide LSV Regensburg), Vorstandsmitglied Gerhard Zinnbauer, Kunstflugexperte Oliver Hammer und Wettbewerbsleiterin Lisa Wagemann (alle LSG). Abschließend mussten die Teilnehmer noch 30 Fragen aus der Flugtheorie beantworten.

Wertung vorgezogen

Das Wetter schlug nach wochenlanger stabiler Hitze pünktlich zum Wettbewerbswochenende um, und so riet der Fluglehrer und Wetterexperte Hans Trautenberg gleich zu Beginn, den ersten Wertungsdurchgang bereits am Freitag zu absolvieren. Kein Problem für die bereits am Montag angereisten Gäste aus Cham und Regensburg. Am Samstag ging es dann nach einem kräftigen Frühstück weiter. Vor allem die Ziellandungen bereiteten an diesem Wertungstag Schwierigkeiten, weshalb dem einen oder anderen Piloten wertvolle Punkte verlorengingen. Von den Zaungästen am Rand der Landebahn wurde jedes Aufsetzen einer Maschine förmlich herbeigefiebert und im Fall einer perfekten Neun-Punkte-Landung wie ein Siegtor beim Fußball gefeiert.

Denn lange Zeit ging es an der Spitze sehr eng zu. Nach der Auswertung aller Jurybögen war das Ergebnis dann allerdings klar. Am Sonntagvormittag wurde der Amberger Fabian Donhauser mit 516 Punkten zum Besten Jung-Piloten der Oberpfalz gekürt. Ihm folgten ebenfalls aus Amberg Marius Dunkus (513) und Leo Zacharias (504, LSV Regensburg).

Jetzt nach Regensburg

Die Vereinswertung gewann der LSV Regensburg vor der Luftsportgruppe Amberg und dem Ausrichter des nächsten Jahres, dem SSV Cham. Für die drei Erstplatzierten geht es im September nach Regensburg. Dort haben sie die Möglichkeit, sich unter die drei besten Piloten Bayerns zu fliegen, die sich dann für den Bundesentscheid qualifizieren.
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