Segen für Leuchtturmprojekt an der Wirtschaftsschule
Bücherturm Tom wartet auf Lesefutter

Leuchtturm-Projekte sind gewöhnlich Vorhaben, die nicht nur Vorbildfunktion erfüllen und Signalcharakter entfalten, sondern auch Folgewirkungen entfachen. Insofern ist der Bücherturm Tom, der seit einigen Monaten den Eingangsbereich der städtischen Wirtschaftsschule ziert, mit seiner Höhe von 2,20 Meter ein Musterbeispiel eines solchen Leuchtturms. Bietet das Werk des Holzkünstler Sigi Scholz den Schülern doch Stoff in Hülle und Fülle. Tom bietet zusätzlich Sitzgelegenheiten und lädt zum Verweilen ein, zum Nachdenken, Plaudern und Philosophieren.

Garanten innerer Freiheit

Bei einer kleinen Feierstunde bekam Tom den kirchlichen Segen. Dabei betonten die beiden Pfarrer die Wichtigkeit von Lektüre. Bücher seien nicht nur "Garanten innerer und damit geistiger Freiheit", sagte Pfarrer Joachim von Kölichen von der Paulanerkirche. Er brachte George Orwells Jahrhundertroman "1984" mit und stellte ihn sogleich Tom zur Verfügung. Stadtpfarrer Franz Meiler, hatte eine kleine Handbibliothek - Sachbücher ebenso wie Lustiges - dabei und betonte, wie wichtig ihm im Laufe seines Lebens Literatur geworden sei: Als Kraftquell ebenso wie als Seelentröster.

Fördert Kommunikation

Und weil Tom, wie der Betreuer für das Fach Deutsch, Günter Götz, betonte, ein Bücherturm ist, der geplündert werden will, stellte seine 8 a ihrerseits Lektüre ein. Vier Neuntklässler hatten Oberpfälzische Dialekt-Gedichte von Eugen Oker vorbereitet. Sie vermittelteten, wie schön es sein kann, sich mit Literatur zu beschäftigen. Das ist vielleicht schon die erste Folgewirkung, die Tom, der Bücherleuchtturm, zu entfachen wusste: dass Bücher die Kommunikation aller befördern. Stolz auf das Projekt ist auch Schulleiterin Brigitte Conchedda.
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