Seit August herrscht Leben im Mäuseland - Zweite Gruppe möglich
Wunderbar geborgen

Bereits Anfang August haben die Stadt- und Landmäuschen ihr "Mäuseland" mit der Krippenleiterin Isabella Huber und dem dreiköpfigem Team erobert und sich in der neuen BRK-Kinderkrippe im Amberger Amselweg 30 gemütlich eingenistet. Nun laden die Mäuse zum Tag der offenen Tür am 16. November von 15 bis 17 Uhr in ihr Reich ein.

Selbstverständlich haben sich die findigen Mäuschen mit Isabella Huber und ihrem Team für die kleinen Besucher mit Mal- und Basteltisch, Musiktisch und Spieltisch attraktive Angebote für einen spannenden und vergnüglichen Nachmittag einfallen lassen. Als hervorragende Gastgeber erweisen sich die Stadt- und Landmäuse, die ihre großen Gäste mit Kaffee und einer üppigen Kuchenauswahl verwöhnen.

Erstes Problem: die Standortfrage

Bereits 2010 hätte es laut BRK-Kreisgeschäftsführer Björn Heinrich erste Überlegungen gegeben, auf dem Grundstück des BRK eine Krippe zu errichten. Angedacht sei zunächst das Grundstück neben der damaligen Rettungsleitstelle gewesen, wo seitens der Behörden jedoch Bedenken wegen des Lärms aufgrund der Ausfahrt der Rettungswache laut geworden seien:

"Eine Umsetzung hier wäre nur unter hohen Auflagen möglich gewesen und so wurde diese Option schließlich aus Kosten- und Zeitgründen verworfen", so Heinrich. So wurde stattdessen auf dem ehemaligen Parkplatz des BRK die Krippe realisiert. Der symbolische Spatenstich erfolgte zum 15. September 2013. Und nach knapp einjähriger Bauzeit können sich seit Anfang August die Stadt- und Landmäuse im Mäuseland entfalten. Isabella Huber steht für die Betreuung ein dreiköpfiges Mitarbeiterteam mit Lisa Dorner (Erzieherin und stellvertretender Leitung), Judith Nettl (Kinderpflegerin) und Susanna Honig (Kinderpflegerin) zur Seite.

Die Baukosten für das Projekt belaufen sich auf rund eine Million Euro. Davon tragen der Freistaat Bayern 587 000 Euro, die Stadt Amberg 155 000 Euro und das BRK einen Eigenanteil von 258 000 Euro.

Die Federführung über die Generalplanung und Bauleitung übernahm das Architekturbüro Harth+Flierl Amberg. Für den BRK-Kreisverband ist das Mäuseland die zweite Kindereinrichtung in Amberg und die vierte im Kreisverband.

Beim Bau des Mäuselands, welches eine Nutzfläche von rund 250 Quadratmetern umfasst, wurde größter Wert auf ökologische Baustoffe gelegt - sprich, kein Wärmedämm-Verbundsystem, sondern ein monolithischer Dämmstein aus Liapor als Außenwand, ganz nach aktuellem Energie-Standard. Eine kontrollierte Be- und Entlüftung in allen Räumen und ein angemessener Schallschutz in den Spielbereichen sind garantiert.

Bei der Gestaltung lag der Fokus auf einem klaren Fassaden- und Grundriss-Bild. Mit erdigen Farbtönen wurde außen eine geschickte Verbindung zur Gestaltung des BRK-Hauptgebäudes aus Klinker geschaffen. Innen ist die Einrichtung fröhlich bunt, aber nicht knallig gestaltet. Dezente, aber freundliche Farben führen geschickt durch das Haus. Sie geben Orientierung und sprechen an. Zentrales Element und Ankerpunkt der Einrichtung ist der große Mehrzweckraum in der Mitte der Einrichtung. Direkt unter der Lichtkuppel und von überall aus leicht erreichbar, wird er zum Lebensmittelpunkt des Hauses.

Die Kinderkrippe Mäuseland ist in zwei Gruppen aufgeteilt. Pro Gruppe können bis zu zwölf Kinder im Alter von einem bis drei Jahren aufgenommen werden. Soweit die Möglichkeit besteht, kann bei Bedarf auch die Aufnahme von jüngeren Kindern oder von Kindern mit erhöhtem Förderbedarf erfolgen.

Die Aufnahme erfolgt grundsätzlich im September mit Beginn des Krippenjahres. Derzeit ist erst eine Gruppe in Betrieb. Es sind noch Plätze frei und das Team um Isabella Huber freut sich auf Mäuschen, die eine Herberge suchen, wo sie bestens aufgehoben sind.

Pädagogisches Konzept

Ab der Aufnahme in die Kinderkrippe beginnen die Kinder mit der Eingewöhnungsphase. Im Vordergrund der pädagogischen Arbeit im Mäuseland steht die Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit des Kindes. Hierbei wird das Kind mit Freispiel und altersgerechten Angeboten unterstützt.

Durch tägliche Rituale, wie beispielsweise dem Morgenkreis und der gemeinsamen Brotzeit, entsteht ein Gefühl der Sicherheit im Krippenalltag. Außerdem bietet die Einrichtung den Kindern die Möglichkeit, ihre Freude an der Bewegung durch häufige Gartenbesuche und die Bewegungsbaustelle im großen Spielflur auszuleben. Um den Kindern das Forschen in der Natur zu ermöglichen, legen Isabella Huber und ihr Team großen Wert auf Spaziergänge und das Spielen an der frischen Luft.

Das Mäuseland bietet Einlass von Montag bis Donnerstag zwischen 7 und 16 Uhr sowie am Freitag von 7 bis 15 Uhr.
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