Seit über 20 Jahren pflegt die Ortsgruppe des
Der Kuckuck macht sich rar

Auf dem Deich bei Pfatter (im Hintergrund das Schloss von Wörth) hielten auch Ernst Seidemann vom LBV (Zweiter von rechts) und Bund-Naturschutz-Vorsitzender Hans-Jürgen Bumes (links daneben) Ausschau. Bild: zo
Bundes Naturschutz freundschaftliche Beziehungen zum ornithologischen Club Holysov in Tschechien. Jedes Jahr trifft man sich zu einer Vogelexkursion. Einmal in Tschechien, das andere Mal in Bayern.

(zo) Heuer waren wieder die Amberger und Kümmersbrucker an der Reihe, die diesmal mit Hilfe des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) ein Gebiet östlich von Regensburg ausgesucht hatten. Ernst Seidemann vom LBV leitete sachkundig die Führung und erklärte die Bedeutung dieses Gebiets für die Vogelwelt.

Durch die Begradigung der Donau Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden an der alten Donau bei Pfatter Altwässer mit weiten extensiv genutzten Wiesenflächen, die als Rast-, Brut- und Überwinterungsplatz auch für seltene Vogelarten dienen. Die Ausweisung als Naturschutzgebiet hilft zusätzlich, diese Rückzugsgebiete zum Beispiel für den Großen Brachvogel, den Kuckuck und Enten- und Reiherarten zu erhalten. Das Glück war den Vogelbeobachtern hold. Neben Grau- und Silberreihern sahen sie auch Nachtreiher und als Höhepunkt einen mittlerweile selten gewordenen Kuckuck. Angesichts dieser Raritäten waren sowohl die Amberger als auch die tschechischen Vogelfreunde zufrieden mit dem Ergebnis der Exkursion. Obwohl, wie Ernst Seidemann zum Schluss sagte, diese Jahreszeit nicht mehr die richtige Zeit zur Vogelbeobachtung ist.
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