Sela Consort in der Ammersrichter Pfarrkirche St. Konrad
Klangwelt des Barock

Das Ensemble Sela Consort (von links): Susanne Zippe, Lana Jelenkovic, Martin Popp und Matthias Schick. Bild: u
Einen außergewöhnlichen Hörgenuss bot das Ensemble Sela Consort rund fünfzig Konzertbesuchern in der Ammersrichter Pfarrkirche St. Konrad. Das Quartett hat sich der Alten Musik verschrieben und präsentiert sie möglichst authentisch auf historischen Saiteninstrumenten.

Die gebürtige Ambergerin Susanne Zippe spielt eine Barockvioline, Matthias Schick ein barockes Violoncello und Bassbariton Martin Popp sowie die aus Kroatien stammende Lana Jelenkovic an der Ammersrichter Sandtner-Orgel ließen die Klangwelten der Alten Musik eindrucksvoll aufleben. Gleich zu Beginn präsentierten sie die Vertonung des Psalms 127 "Nisi Dominus aedificaverit domum" von Heinrich Ignaz Franz Biber, wobei die historischen Streichinstrumente mit Darmsaiten adäquat zur Geltung kamen.

Zum Höhepunkt des Abends geriet "Mein Herz ist bereit" aus dem Geistlichen Konzert für Bass solo, Violine solo und Basso continuo von Nicolaus Bruhns. Nach einer instrumentalen Einleitung, in der Susanne Zippe ihren Solo-Part bravourös meisterte, begeisterte die Bariton-Stimme von Martin Popp mit virtuosen Koloraturen das Publikum.

Auch Cello und Orgel kamen nicht nur im Ensemble, sondern auch solistisch zur Geltung. Lana Jelenkovic überzeugte mit hervorragender barocker Spieltechnik an ihrem Instrument mit dem Präludium in e-Moll von Bruhns, dessen 350. Geburtstag heuer gefeiert wird. Als wichtigster Vertreter der Barockmusik durfte ein Werk von Johann Sebastian Bach nicht fehlen. So spielte Matthias Schick meisterhaft die "Sarabande" aus der Cellosuite Nr. 2 in d-Moll. Und zum Finale präsentierte das Quartett ein Rezitativ mit Arie aus der selten zu hörenden Kantate "Opella Ecclesiastica" des böhmischen Komponisten Josef Antonin Planicky. Das Publikum zeigte sich begeistert.
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