Semidokumentation über und mit Mark Reeder

Außergewöhnliche Filme sollen nach Ansicht von Thomas Binder, Vorsitzender des Kulturvereins, und Andreas Wörz, dem die beiden bisherigen Kinos in Amberg gehörten, künftig in regelmäßigen Abständen im Ringtheater gezeigt werden. "B-Movie: Lust und Sound in West-Berlin" ist so einer. Die Semidokumentation handelt von der musikalischen Undergroundszene der 1980er Jahre in West-Berlin und ist freigegeben ab 16 Jahren.

Im Mittelpunkt steht Mark Reeder, zweifelsohne eine schillernde Persönlichkeit - und nicht nur wegen der Uniformen, die der 1958 in Manchester geborene Brite trägt. Reeder ist Musiker, Musikproduzent, Label-Betreiber, Schauspieler und Autor, seit 1978 lebt er in Deutschland. "Mark hatte mit ganz vielen Leuten zu tun", sagt Marius Weber, der in Amberg als Barista arbeitet und im Film den jungen Mark mimte. Da wäre zum Beispiel der australische Sänger Nick Cave, den Reeder überzeugte, nach Berlin zu kommen und eine Zeitlang in seiner Kreuzberger Wohnung beherbergte. Oder aber die Toten Hosen, für die er 1983 ein geheimes Konzert in Ostberlin organisierte.

Wie Marius Weber erklärt, beleuchtet der Film "B-Movie: Lust und Sound in West-Berlin" die Zeit von ungefähr 1979 bis kurz nach dem Mauerfall 1989. Mit dem Mann, den er gespielt hat, steht Weber heute noch in Kontakt - zur Verfügung am 31. Juli, wird er ihn auf jeden Fall einladen. (san)
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