"Sensationeller Auftritt" des FC Amberg zu zehnt wird nur mit einem Punkt belohnt
Ein Ergebnis, das wehtun könnte

Durch das 1:1-Unentschieden beim SC Eltersdorf hat der FC Amberg seine nun seit 15 Spielen andauernde Serie ohne Niederlage aufrecht erhalten, allerdings zwei - möglicherweise entscheidende - Punkte im Titelrennen der Fußball-Bayernliga Nord gegen Viktoria Aschaffenburg verloren. Die Elf von Ambergs Trainer Timo Rost, der wegen Reklamierens auf die Tribüne geschickt wurde (55.), hatte am Donnerstagabend trotz Unterzahl - Gelb-Rot für Julian Ceesay (45.+2) - im zweiten Durchgang mehr Spielanteile und die besseren Chancen.

"Ich bin brutal stolz auf meine Mannschaft. Sie hat mit nur zehn Mann in der zweiten Halbzeit gegen eines der heimstärksten Teams der Liga eine wahre Energieleistung gezeigt", sagte der Amberger Trainer nach dem Schlusspfiff. Und auch sein Eltersdorfer Kollege Hendrik Baumgart zollte Respekt und attestierte dem FC "einen sensationell guten Auftritt". Vom Anpfiff weg versteckten sich beide Teams nicht und suchten den Weg nach vorne. Die Mittelfranken erwischten den etwas besseren Start und hatten durch eine Standard-Serie von Sven Röwe zwischen der 6. und 8. Minute "Halb-Chancen". Die Amberger hingegen jubelten in der 9. Minute, doch der Treffer von Benjamin Werner wurde wegen Abseits nicht gegeben.

Jobst mit Knieverletzung

Bitter für die Oberpfälzer, dass Rost bereits in der 17. Minute wechseln musste, weil sich Alexander Jobst ohne gegnerische Einwirkung am Knie verletzte. Für ihn kam Andreas Graml. In der Folgezeit agierten die Mannschaften mit offenem Visier, Möglichkeiten zur Führung gab es auf beiden Seiten. So testete FC-Stürmer Tobias Wiesner den Eltersdorfer Torhüter Rainer Hausner mit einer Volleyabnahme, die dieser glänzend parierte (22.). Auf der Gegenseite hebelten Röwe und Tobias Herzner mit einem Doppelpass die FC-Abwehr aus, doch Herzner zielte knapp am langen Eck vorbei (24.).

Als sich alle schon auf den Halbzeitpfiff eingestellt hatten, holte Julian Ceesay Oliver Janz von den Beinen - Elfmeter. Der Amberger Verteidiger sah Gelb-Rot, und Herzner verwandelte zum 1:0 (45.+3). Der Moral der Amberger tat der Platzverweis keinen Abbruch. Selbst als Rost kurz nach dem Seitenwechsel wegen lautstarken Reklamierens auf die Tribüne verbannt wurde, machten die Gäste mehr Druck.

Die Gelb-Schwarzen wurden von Minute zu Minute stärker, während die Mittelfranken auf Konter lauerten. Die beste Chance der Gäste hatte bis dahin Michael Plänitz (59.), doch seinen Kopfball aus fünf Metern klärte der überragende Hausner reaktionsschnell. Genauso auf dem Posten war Matthias Götz im Amberger Tor, als er 120 Sekunden später einen 25-Meter-Hammer von Röwe entschärfte. Das muntere Hin und Her ging weiter, wobei Sven Seitz in der 70. Minute aus 25 Metern per Freistoß am Eltersdorfer Torwart scheiterte.

Chancen auf beiden Seiten

Besser machte es der eingewechselte Christian Knorr, der eine Minute später aus fünf Metern das verdiente 1:1 markierte. Damit wollte sich der FC aber nicht begnügen und setzte alles auf eine Karte, bot aber andererseits dem SC Eltersdorf Kontermöglichkeiten. Für Amberg hatten Sebastian Hauch, Marco Wiedmann und in der Schlussminute erneut Knorr den Siegtreffer auf dem Fuß, für Eltersdorf Michael Mirschberger und Kevin Köhler. So blieb es beim unter dem Strich gerechten Unentschieden. "Der Wahnsinn, wie meine Jungs gekämpft und gerackert haben. Sie haben nie aufgegeben und sich selbst belohnt", sagte Rost.
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