Sie brauchen keinen Dirigenten

So jung und schon so gut (von links): Roberta Verna (17), Katja Maderer (14), Sarah Mittelbach (19) und Caro Wieler (18) bei ihrem Auftritt. Bilder: kge

Bürgermeistern Brigitte Netta traf den Nagel auf den Kopf: "Das Klischee, dass die Jugend von heute nur Musik konsumiert und kein Interesse an der Klassik hat, wird hier ausgeräumt."

Mit diesen Worten eröffnete Netta am Sonntagvormittag im Kongregationssaal das zweite Abschlusskonzert des Kammermusikkurses. Zum fünften Mal war er bei optimalen Probenbedingungen im Max-Reger-Gymnasium über die Bühne gegangen.

Unter der pädagogischen Leitung von Mitgliedern des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, der Bamberger Symphoniker und der Staatsphilharmonie Nürnberg erarbeiteten sich die besten Nachwuchsmusiker Bayerns in ihrer Ferienfreizeit Kammermusikwerke von der Frühklassik bis zur Moderne.

Mit einem Blick auf die Altersangaben der Musizierenden (zwischen 13 und 20) wurde schnell klar, dass diese Leidenschaft der Jugendlichen für ihre Instrumente eigentlich nicht noch mehr wachsen kann. Nur mit Blickkontakten und ohne einen Dirigenten stimmten sie sich gegenseitig ab und spielten außerordentlich harmonisch zusammen. Jede und jeder Einzelne für sich ein absoluter Könner. Alle Ensembles waren an Ausdruck, Gefühl und technischer Perfektion um nichts zu überbieten. Und wenn am Ende eines Beitrages, kurz nach dem Verklingen der letzten Töne, sich ihre Körper entspannten, durfte das Publikum endlich seiner Begeisterung freien Ausdruck verleihen und auch "Bravo!" rufen.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.