Sie haben es im Kreuz

Claus Piechatzek vom AC Amberg zog in seinem dritten Versuch unglaubliche 270 kg korrekt nach oben. Bild: Ziegler

Einer wollte unbedingt und durfte auch. Aber der 13-jährige Andreas Zweck hat noch nicht die Lizenz zum Gewichteziehen, dennoch ließ er sich nicht davon abbringen, Wettkampfluft zu schnuppern. Er startete bei der bayerischen Meisterschaft außer Konkurrenz - hätte aber seinen ersten Titel in der Tasche gehabt.

Rund 80 Schwerathleten trafen sich am Samstag zur bayerischen Meisterschaft in der Disziplin Kreuzheben in Amberg. Eröffnet durch Bürgermeisterin Netta und ausgerichtet durch den AC Amberg gingen auch eine Vielzahl von den eigenen Vereinsmitgliedern an die Hantel. Andreas Zweck absolvierte einen lupenreinen Wettkampf und zog 90 Kilogramm vom Boden weg.

Die Dame des AC Amberg, Yvonne Krause, zog 110 Kilo vom Boden hüfthoch und belegte damit den zweiten Platz hinter Andrea Pauli aus Frauenau. Sie bekam 40 Kilo mehr in die Wertung.

Weiter ging es mit den Junioren und Neuling Tilman Märtl. Im Gegensatz zum jungen Zweck musste er sich mehreren Gegnern stellen und belegte in der Gewichtsklasse bis 83 Kilogramm bei einer Leistung von 140 kg den undankbaren vierten Platz. Dabei hätte es auch anders laufen können. Mit Chance auf Bronze musste er gegen den Oberölsbacher Johannes Meier antreten. Der bekam seine drei Versuche sauber durch, während Tilman Märtl über seinen ersten nicht hinaus kam und sich so um 25 kg geschlagen geben musste. Den ersten Titel für den ACA bescherte dann der Pensionist Heinz Zahn. Mit seinen 70 Jahren zog er immer noch beachtliche 165 Kilogramm vom Boden weg und zeigte so den jungen Wilden, wie es gemacht wird. Fast zwei Jahrzehnte jünger ist dagegen Robert Robeis. Er verwies mit 230, 240 und 250 Kilogramm die Konkurrenz auf die Plätze. Den Vizetitel holte sich Johann Goldstein vom AC Olympia Schrobenhausen. Er zog nur 2,5 Kilo weniger wie Robeis und erhoffte sich so zumindest eine rechnerische Chance auf den Sieg, falls der Amberger im letzten Versuch gepatzt hätte.

Junior Andreas Zweck startete außer Konkurrenz, Vater Dr. Hans-Peter Zweck in der schwersten Seniorenklasse regulär. Seine Leistung betrug 225 Kilogramm und das war Titel Nummer drei für die AC-Heber. Wiederum etwas leichter und jünger war Silko Salomo, dem zum Ende ebenfalls Gold um den Hals hing. Er zog glatte vier Zentner. Andreas Hannusch, in der Gewichtsklasse bis 83 kg, durfte sich genauso stark wie Salomo fühlen, doch wurde er mit der gleichen Last nur Dritter. Er trat gegen Janos Geerhardt aus Randersacker und Manfred Huf aus Kaufbeuren an. Jeder von ihnen hatte seine eigene abgesetzte Leistungsgrenze, so dass bei 245, 215 und 200 Kilogramm die Plätze klar verteilt waren.

Bronze, Silber und Gold gab es noch bei den aktiven Hebern, wobei es die 200 den Ambergern angetan hat. Die bekam auch Markus Schiebel in der Klasse bis 105 kg gutgeschrieben und begann so mit den Medaillenregen. Eine Gewichtsklasse über Schiebel zog Florian Lang ebenso dieses Gewicht. Er legte jedoch in seinem letzten Versuch noch eine Schippe oben auf und wurde mit 207,5 kg Vizemeister hinter Christoph Seefeld. Nochmals schwerer aber auch deutlich stärker war Claus Piechatzek. Er zog Versuch um Versuch gültig und bekam für seine persönliche Bestleistung von 270 kg als Anerkennung den bayerischen Meistertitel.

Zufrieden und vor allem ohne Zwischenfälle endete ein wie immer gut organisierter Wettkampf in der triMAX-Halle, was nicht nur am Vereinsvorstandsduo Fuchs sondern auch am ausgewogenen Miteinander innerhalb des AC Ambergs liegt.
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