Siebenmeter entscheiden

Sturmböen bringen den Plan beim 27. Amberger Handballfestival durcheinander. Das Finale der Herren wird nicht ausgespielt, der Sieger muss auf andere Art und Weise ermittelt werden.

Das 27. Amberger Handballfestival hielt am Wochenende wieder einmal alles, was sich die rund 800 aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland angereisten Handballer von dem Event versprochen hatten: Jede Menge Handball und noch mehr gemeinsames Feiern. Bei der "Pre-Event-Party" ging es auf der Tanzfläche der umgebauten Tennishalle des TC Rot-Weiß zur Sache, gefühlte wenige Minuten später flogen auf den neuen Rasenplätzen auf dem Gelände des TV Amberg die geharzten Bälle.

Nach rund 150 Spielen, bei denen der Spaßfaktor, der häufig schon an den Vereinsnamen und den extra angefertigten Outfits abzulesen, eine große Rolle spielte, stand am Samstagabend dann der Höhepunkt eines jeden Handballfestivals, an: die "Summer-Night-Party", bei der die Tanzfläche auch früh am Morgen noch gefüllt war. Im Rahmenprogramm durfte auch der Handballnachwuchs sein Können zeigen, besonders beliebt war dabei der während des Handballfestivals erstmalig genutzte Beachhandballplatz. Am Sonntagmorgen wurden dann die Final- und Trostrundenspiele ausgetragen: Das klappte zwei Stunden wie geplant, doch dann wurden die fleißigen Organisatoren der HG Amberg und ihre Gäste vom Wetter im Stich gelassen. Ein Gewitter nebst heftigen Sturmböen sorgte dafür, dass zahlreiche Partien ersatzlos ausfallen oder im Siebenmeterwerfen entschieden werden mussten.

So auch das Finale der Herren: Der HC Sulzbach II und der SSV Brixen waren im Turnierverlauf die besten der 35 Teams und hätten den Zuschauern, für die der Eintritt zu den Spielen wie immer kostenlos war, sicher ein tolles Endspiel geboten. So hatte der Landkreislokalmatador vom Punkt die besseren Nerven und verhinderte damit den Premierensieg einer italienischen Mannschaft in der langen Handballfestival-Historie.

Rang drei ging an den HC Sulzbach I, die Gastgeber der HG Amberg kamen auf einen guten fünften Platz. In der Damenkonkurrenz ließen der TSV Winkelhaid und die Löschzwerge 23 Teams hinter sich und spielten den Sieger in einem regulären Match aus. Die Vereinsmannschaft Winkelhaid hatte am Ende im Endspiel die Nase vorn und sicherte sich den Siegerpokal. Der HC Sulzbach I belegte den letzten Platz auf dem Stockerl, die Damen I der HG Amberg landeten auf Rang fünf. Mit der Siegerehrung endeten drei erlebnisreiche Tage, die Amberg zum Nabel der süddeutschen Handballwelt machten. Eine Neuauflage des Klassikers im Juli 2016 ist beschlossene Sache.
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