Sieg nur eine Frage der Zeit

Trostlosigkeit auf der Bank des SV Loderhof/Sulzbach: Trainer Rainer Greger (Zweiter von links) ist unzufrieden mit dem bisherigen Abschneiden seiner Mannschaft. Bei Germania Amberg dürfte das Schlusslicht erneut leer ausgehen. Bild: Ziegler

Die Hinrunde ist beendet, und dass die Kreisliga Süd nach dem 16. Spieltag wieder einen neuen Tabellenführer haben wird, steht fast schon fest. Denn der aktuelle Spitzenreiter SV Raigering wird nach einer starken Serie nicht punkten. Der SV Schmidmühlen dagegen wartet immer noch auf den ersten Dreier daheim.

Die "Panduren" pausieren am ersten Spieltag der Rückrunde - und damit ist der Weg frei für den TuS/WE Hirschau, der mit dem TuS Rosenberg eine lösbare Aufgabe vorgesetzt bekommt.

Schwerer wird's für den TuS Kastl, Platz eins zu erobern, denn die Jungs vom Mennersberg wissen, wie Niederlagen gegen Inter Bergsteig Amberg aussehen. Kandidat Nummer drei für die Ablöse ist die DJK Ursen-sollen, die in Königstein auf eine Mannschaft trifft, die zwei Wochen Zeit hatte, die 0:8-Klatsche in Raigering zu verdauen.

SV Schmidmühlen       ASV Haselmühl
(fop) Das nächste Heimspiel und damit eine weitere Chance auf den ersten Heimdreier hat die Mannschaft von Marco Eckstein gegen den Aufsteiger ASV Haselmühl. Hält man jetzt endlich einmal das Niveau vom vergangenen Sonntag, ist ein Sieg nur eine Frage der Zeit. Voraussichtlich werden die Nachwuchsspieler Julian Meier, Tobias Respondek und Torwart Florian Gollwitzer verletzt und krank nicht zur Verfügung stehen. Das Hinspiel zum Saisonauftakt gewannen die Gäste mit 4:0, wobei das Ergebnis aber zu hoch ausfiel.

Germania Amberg       SV Loderhof
(tre) Die personell arg gebeutelten Gäste konnten in der gesamten Vorrunde nur einen mickrigen Punkt auf der Habenseite verbuchen und weisen bereits einen beträchtlichen Rückstand auf. Das vor der Saison erklärte Ziel - Nichtabstieg - ist in weite Ferne gerückt und die größtenteils deftigen Niederlagen geben wenig Anlass zu Hoffnung. Gänzlich anders ist die Situation bei den Hausherren. Obwohl auch hier Woche für Woche etliche Akteure verletzungsbedingt ersetzt werden müssen, ist Germania weiterhin in Schlagdistanz auf die Spitzenplätze. Vor Wochenfrist gab es einen wichtigen Sieg im Stadtduell gegen den SV Inter. Vor allem in der ersten Halbzeit bot die Mannschaft sehenswerten Fußball.

Nun bietet sich gegen das Schlusslicht die Möglichkeit, die gute Ausgangsposition noch zu verbessern. Diese Chance will die Truppe um Spielertrainer Thomas Ficarra auch nutzen. Überheblichkeit ist fehl am Platz, aber mit dem erarbeiteten Selbstvertrauen sollte ein weiterer Dreier möglich sein. Das wäre sicher auch im Hinblick auf das Nachbarschaftsderby in Raigering eine Woche später die beste Werbung.

TuS/WE Hirschau       TuS Rosenberg
(cgh) Mit dem siebten Saisonsieg gegen eine starke DJK Ursensollen schloss der TuS/WE eine sehr ansprechende Hinrunde ab. Coach Jörg Gottfried ist sehr zufrieden mit seinen Mannen, insbesondere auf die mannschaftliche Geschlossenheit kann man derzeit bauen. Auf der Ehenfelder Löschenhöhe erwartet Hirschau nun zum Rückrundenauftakt den TuS Rosenberg. Die Hartmann-Truppe hat sich nach nur einem Punkt aus den ersten sechs Partien deutlich stabilisiert, das Polster auf die gefährdete Zone beträgt bereits fünf Zähler.

Für den TuS/WE wird es wichtig sein, Rosenbergs Torgarant Mario Rudert (zehn Saisontreffer) in den Griff zu bekommen, der den Kaolinern schon im Hinspiel die Sorgenfalten auf die Stirn trieb. Wiederum gilt, die Aufgabe geduldig und hochkonzentriert anzugehen, um die Siegesserie auszubauen. Weiterhin fehlen wird Matthias Zeitler. Da auch hinter dem Einsatz einer Handvoll weiterer Akteure ein Fragezeichen steht, wird sich der Kader erst nach dem Abschlusstraining herauskristallisieren.

TuS Kastl       Inter Bergsteig
(hon) Mit dem SV Inter Bergsteig Amberg kommt der nächste unbequeme Gast auf den Kastler Mennersberg. In den Begegnungen gegen Inter bezogen die Kastler schon einige Niederlagen - wie auch zum Saisonbeginn bei der 1:3-Niederlage im Hinspiel. Nach den wenig erfolgreichen Wochen mit den Partien gegen Rosenberg, Haselmühl und der Absage des Derbys gegen Utzenhofen gelang der Mennersberg-Elf gegen den SVL Traßlberg ein überzeugender Sieg. An diese Leistung möchten die Spieler anknüpfen, um die Niederlage gegen die Amberger zum Saisonauftakt auszumerzen und um weiter vorne mitspielen zu können. Aber hinter dem Einsatz einiger Spieler stehen wegen Krankheit und Verletzungen noch einige Fragezeichen. Bei Inter Bergsteig Amberg um Spielertrainer Andreas Scheler zeigt die Formkurve nach gutem Start im Moment nach unten. Die letzten Spiele - mit Ausnahme der Partie gegen Loderhof - wurden alle verloren.

SSV Paulsdorf       SVL Traßlberg
(ac) Zum Rückrundenauftakt der SSV Paulsdorf den SVL Traßlberg, gegen den die Grünwald-Truppe im Hinspiel einen überraschenden 4:1-Erfolg landen konnte. Inzwischen hat die Elf von SVL-Spielertrainer Ilker Caliskan die Verhältnisse wieder zurecht gerückt und rangiert vier Punkte vor dem SSV in der Tabelle. Die Traßlberger haben starke Einzelkönner wie Caliskan, die Brüder Behrend und Behringer in ihren Reihen, die die Situation schnell nutzen können, wenn man sie gewähren lässt.

Das bedeutet schon eine Riesenaufgabe für die junge Paulsdorfer Elf, die nicht wie vor Wochenfrist nur mit einer guten Halbzeit heil aus dieser Begegnung herauskommen wird. Dem Bestreben von Coach Wolfgang Grünwald, zum dritten Mal mit der gleichen Anfangsformation auflaufen zu können, stehen einige angeschlagene Spieler entgegen, deren Einsatz sich erst kurzfristig entscheiden wird. Für den SSV Paulsdorf geht es weiter darum, den Abstand nach hinten zu halten, dazu wäre aber wenigstens ein Punkt notwendig.

FC Edelsfeld       DJK Utzenhofen
(bkn) Ein beeindruckendes Lebenszeichen im Abstiegskampf gab der FC Edelsfeld im letzten Vorrundenspiel ab. Dank einer großartigen kämpferischen Leistung wurde gegen den ASV Haselmühl nach langer Durststrecke wieder ein Sieg eingefahren. Dieser Erfolg gewinnt allerdings erst an Wert, wenn es gegen die DJK Utzenhofen gelingt, nachzulegen. Bei den Gästen lief es bis Mitte der Hinrunde nahezu optimal, doch urplötzlich schien der Faden gerissen und man wurde nach hinten durchgereicht. Nun trennen die Kontrahenten nur noch zwei Punkte in der Tabelle und der FCE könnte im Erfolgsfall an der DJK vorbeiziehen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, die gleiche Einstellung wie am vergangenen Spieltag abzurufen, denn die Hinspielniederlage in Utzenhofen dürfte Warnung genug sein. Dort zeigte man sich lange Zeit ebenbürtig, bis Utzenhofen eine kurze Edelsfelder Schwächephase gnadenlos mit einem Doppelschlag ausnutzte und der Hahnenkamm-Elf den Saisonauftakt verdarb.

TSV Königstein       DJK Ursensollen
(jsb) Im Eröffnungsspiel der diesjährigen Kreisliga Saison am 23. Juli besiegte die DJK Ursensollen den Aufsteiger aus Königstein mit 1:0. Die Gäste haben vor der Saison als Ziel den Klassenerhalt ausgegeben und liegen nach der Hälfte der Saison voll im Soll mit einem Polster von zehn Punkten auf den Relegationsplatz. Die DJK wird mit breiter Brust nach Königstein fahren und versuchen, die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Königstein hat natürlich auch noch ein Wörtchen mitzureden und wird alles daran setzen, dass die Gäste die Heimreise mit leeren Händen antreten. Die Heimniederlage gegen Hirschau und die 0:8-Klatsche in Raigering waren ein unschöner Abschluss der Hinserie und haben gezeigt, wie schnell man in der Tabelle wieder nach unten rutscht. Mit nun 19 Punkten beendete Königsein die Hinrunde auf dem neunten Platz. Das Polster auf die hinteren Plätze ist wieder kleiner geworden, gerade deshalb wäre ein Heimdreier gegen die DJK Ursensollen umso wichtiger.
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