Siegtreffer in letzter Minute

In der hoch dramatischen Schlussphase sahen sich die Spieler des SC Germania Amberg (gelbe Trikots) bei Standardsituationen meist in Unterzahl gegen den leidenschaftlich kämpfenden Tabellenletzten. Bild: Ziegler

Im Stil eines Spitzenreiters absolviert der TuS Rosenberg seinen ersten Auftritt des Jahres in der Kreisliga - und sorgt in einer schon verloren geglaubten Partie in Schmidmühlen für ein unerwartetes Ende.

Spieltag Nummer 18 stand am Samstag und Ostermontag auf dem Programm. Dank Schnee- und Graupelschauer gab's gleich zum Auftakt der Restrückrunde zwei Absagen. Das Derby zwischen dem TuS Kastl und der DJK Utzenhofen war dabei, und die Partie zwischen der DJK Ursensollen und dem SV Loderhof/Sulzbach. Der SVL Traßlberg machte es mit einem Siegtreffer in letzter Minute vor, wie man eine Begegnung dreht, der TuS Rosenberg zog nach.

SVL Traßlberg       4:3 (1:1)       Inter Amberg
Tore: 0:1 (2.) Andrej Dauer, 1:1 (14.) Alexander Egerer, 2:1 (51.) Dominik Mikalauskas, 2:2 (53.) Tobias Götz, 2:3 (57.) Andrej Dauer, 3:3 (88.) Dennis Bunk, 4:3 (92.) Pascal Behringer - Gelb-Rot: (52.) Johannes Mende (Traßlberg), (90.) Albert Sejdiu (Inter) - SR: Michael Bäumel (Breitenbrunn) - Zuschauer: 100.

(ild) Spannender hätte der Start in die Rückrunde wohl kaum sein können. Als bereits jeder mit einer Niederlage rechnete, gelang dem SVL Traßlberg noch ein Doppelschlag in den letzten Minuten gegen die Gäste vom Inter Bergsteig Amberg. Elf Mal musste der Unparteiische zur Karte greifen, zwei Mal erteilte er einen Platzverweis. Der Kämpferwille beider Mannschaften war unübersehbar. Andrej Dauer brachte Inter schon in der zweiten Minute in Führung. Alexander Egerer schaffte den Ausgleich kurze Zeit darauf (14.). Bis zur Halbzeitpause blieb es auch beim 1:1. Die Nase vorn hatten die Traßlberger dann ab Minute 51, als Dominik Mikalauskas für das 2:1 sorgte. Der Ausgleich ließ jedoch nicht lange auf sich warten, Tobias Götz schoss das 2:2 nur kurz darauf (53.). Erneut war es dann Dauer, der zum 2:3 netzte und den Inter Bergsteig zur Führung verhalf. Den Sieg verdankt der SVL einem Doppelschlag von Dennis Bunk und Pascal Behring in den letzten Minuten. Sie schossen in der 88. und 92. Spielminute das 3:3 und 4:3.

SV Freudenberg       1:0 (0:0)       FC Edelsfeld
Tor: 1:0 (90.) Florian Neiß - SR: Michael Ott (Vohenstrauß) - Zuschauer: 150.

(nß) Mit einem glücklichen Sieg, der erst in der letzten Minute zustande kam, gestaltete Freudenberg den Auftakt nach der Winterpause wenigstens vom Ergebnis her positiv. Die Hausherren hatten zunächst bei einem Pfostenkopfball von Peter Piehler Pech. Danach gab aber die Neiß-Elf das Spiel aus der Hand. Mit vielen Ballverlusten und zu laschem Spiel konnte sie die Edelsfelder Abwehr nicht in Verlegenheit bringen. Nach dem Wechsel das gleiche Bild. Die Gastgeber spielten nicht zielstrebig und viel zu fehlerhaft nach vorne und die Gäste hatten vor allem durch ihren Spielertrainer Alexander Heldrich mehrmals gute Möglichkeiten, bei eklatanten Abwehrunsicherheiten der Heimelf sogar in Führung zu gehen. In der Schlussphase zogen sich die Gäste zurück und wollten das Ergebnis über die Zeit bringen. Dadurch eröffneten sich Freudenberg gute Chancen. Zunächst hatte Florian Neiß nach schöner Einzelaktion mit einem Lattenschuss aus kurzer Distanz Pech, dann scheiterte Gerhard Schießlbauer mit einem Linksschuss am Pfosten, bevor Florian Neiß vor dem Abpfiff unter Mithilfe des gegnerischen Torwarts noch der Siegtreffer gelang. Für das Derby in Paulsdorf am nächsten Sonntag bedarf es einer gehörigen Leistungssteigerung der Freudenberger.

Germania Amberg       2:1 (0:1)       TSG Weiherhammer
Tore: 0:1 (23.) Dominik Haerning, 1:1/2:1 (84./90.+5) Florian Danzer - Rot: (77.) Torwart Daniel Schmidt (Germania), Handspiel außerhalb des Strafraums - Besondere Vorkommnisse: (66.) Jakob Kohler (Germania) verschießt Elfmeter - SR: Ludwig Held (DJK Dürnsricht) - Zuschauer: 115.

(tre) Wenig Erwärmendes boten beide Mannschaften den frierenden Zuschauern im ersten Abschnitt. Vor allem den Hausherren fehlten zwingende Aktionen nach vorne und der letzte Pass fehlte gänzlich. Man lief sich immer wieder fest und so kamen die Gäste besser auf und auch zum überraschenden 0:1. Völlig frei stehend gelang Dominik Haerning (23.) mit einem wuchtigen Kopfball die Führung. Torwart Daniel Schmidt war zwar noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. Wesentlich druckvoller kamen die Germanen aus der Kabine. Christian Kätzlmeier und Daniel Schäffer scheiterten knapp, ehe Spielertrainer Thomas Ficarra aus bester Position im glänzend reagierenden Torwart Schwirzer seinen Mister fand. In der 66. Minute foulte dieser den durchgebrochenen Danzer und der Schiri entschied sofort auf Strafstoß, gab aber nur Gelb. Jakob Kohler scheiterte aber an Schwirzer.

Rot sah dann Torwart Daniel Schmidt auf der andren Seite: Bei einem Konter hat er weit vor dem Tor den Ball mit der Hand gespielt. Die somit dezimierten Hausherren gaben aber nicht auf. Toby Mihalik hatte das Auge für den anstürmenden Florian Danzer und der längst verdiente Ausgleich war geschafft. Nach einem weiteren guten Zuspiel von Mihalik war wieder Danzer durch und wurde gefoult. Den fälligen Freistoß zirkelte Thomas Ficarra gekonnt vors Tor und Florian Danzer köpfte in letzter Minute zum viel umjubelten 2:1-Endstand ein.

SV Schmidmühlen       3:5 (3:1)       TuS Rosenberg
Tore: 0:1 (23.) Mario Rudert, 1:1 (37.) Johannes Lautenschlager, 2:1 (39.) Devon Fluker, 3:1 (47.) Daniel Humml, 3:2/3:3 (55., Elfmeter, 66.) Marco Utz, 3:4 (79.) Christoph Bäumler, 3:5 (93.) Michael Rudert - Gelb-Rot: (75.) Marco Utz (Rosenberg), wiederholtes Foulspiel - SR: Dieter Haller - Zuschauer: 110.

(kok) Ein hart umkämpftes Spiel entschied der Tabellenführer doch für sich, obwohl es nach der 3:1-Führung für die Gastgeber nicht mehr danach ausgesehen hatte. Die Führung der Rosenberger durch Mario Rudert (23.) egalisierte der Gastgeber mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause. Lautenschlager glich zunächst aus (37.), ehe Fluker die Rosenberger Hintermannschaft samt Torwart überlief und für den 2:1-Halbzeitstand sorgte (39.). Mit einem fulminanten Schuss gelang Humml nach der Pause (47.) die Zwei-Tore-Führung. Kurz darauf brachte Utz innerhalb von elf Minuten sein Team mit zwei Treffern zurück ins Spiel (55., 66.). Obwohl dann der gleiche Spieler mit Gelb-Rot vom Platz musste (75.), wollte sich der TuS mit dem Unentschieden nicht zufrieden geben. Nach einem Foul an Michael Rudert schlenzte Bäumler den Freistoß unhaltbar zum 3:4 in die Maschen (79.). In den Schlussminuten warf Schmidmühlen alles nach vorne und Michael Rudert sorgte nach einem Konter für den 3:5 Endstand (93.).
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