Sie prägen das Ansehen der Justiz

Schmalzbauer, Riedl und Diesch: Diese drei Namen stehen für die oberste Spitze der Justiz in Amberg. Das heißt, der erste tut es offiziell seit September nicht mehr. Daran hat man sich nach all seinen prägenden Jahren noch kaum gewöhnt, weshalb es keinen Abbruch tat, dass Dr. Wolfgang Schmalzbauer erst am Freitag feierlich verabschiedet wurde.

Dazu war der Bayerische Justizminister Winfried Bausback nach Amberg gekommen. Bei einem Festakt im Rathaus würdigte er nicht nur Schmalzbauers Verdienste als Präsident des Landgerichts, sondern führte auch dessen Nachfolger Harald Riedl ins Amt ein. Das Gleiche galt für Joachim Diesch, der Riedl auf dessen bisherigem Posten als Leitender Oberstaatsanwalt und Chef der Behörde nachgefolgt ist.

Alle drei Männer "tragen maßgeblich zum hohen Ansehen der Justiz in Amberg bei", lobte der Minister, dem es nicht leicht fiel, auf Wolfgang Schmalzbauer nun die Vergangenheitsform anzuwenden. "Mit Ihnen verliert die bayerische Justiz einen ganz besonderen Repräsentanten", sagte er an den 65-Jährigen gerichtet: "Wie kaum ein anderer haben Sie die Amberger Justiz in Ihren gut 35 Dienstjahren aus allen Blickwinkeln kennengelernt, sie geprägt und dabei Maßstäbe gesetzt."

Schmalzbauers Fußstapfen

Bausback ließ die wichtigsten Stationen Schmalzbauers vom Beginn seiner Laufbahn 1980 über verschiedene Tätigkeiten als Staatsanwalt und Richter bis zur Übernahme der Ämter als Direktor des Amtsgerichts Amberg (2004) und schließlich als Präsident des Landgerichts (2009) Revue passieren. Dabei würdigte er neben den juristischen Fähigkeiten vor allem die menschliche und soziale Kompetenz des höchsten Justizvertreters in der Vilsstadt sowie in den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Schwandorf.

Besonders dankte der Minister Schmalzbauer für seinen Einsatz bei der Generalsanierung des Landgerichtsgebäudes, die "wie an kaum einem anderen Standort gelungen ist".

Riedl füllt Amt mit Leben

"Nicht den geringsten Zweifel" hatte er an den ebenfalls unstrittigen Führungsqualitäten von Harald Riedl. "Mit Ihnen werden der hohe Standard und das hohe Ansehen des Landgerichts Amberg fortbestehen", sagte er an den 60-Jährigen gerichtet, der in seiner Karriere - zuletzt als Chef der hiesigen Staatsanwaltschaft - "einen großen Erfahrungsschatz gesammelt, herausragende Fähigkeiten und außerordentliches Verantwortungsbewusstsein immer wieder unter Beweis gestellt" hat. "Sie werden auch Ihr neues Amt mit Leben erfüllen", war sich Bausback sicher.

Auch Diesch prädestiniert

Mit Lorbeeren zum Dienstantritt stattete er auch den neuen Leiter der Anklagebehörde, Joachim Diesch, aus, der seit 26 Jahren bei der Staatsanwaltschaft ist. "Sie sind für diese Position geradezu prädestiniert", attestierte er dem 55-Jährigen. "Sie bringen für dieses Amt die besten Voraussetzungen mit: hervorragendes juristisches Fachwissen, herausragende Führungsqualitäten, außerordentliche Tatkraft und ausgeprägtes Kommunikationsvermögen."
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