So bunt wie die Ringelsocken

Wohnzimmerkonzert war der Auftritt überschrieben: Karin Rabhansl zauberte tatsächlich heimelige Atmosphäre in den Saal des Musikomms. Bild: ads

Es war eine gelungene Symbiose niederbayerischer und Oberpfälzer Lebensart: Das "Gitarrenmädchen" Karin Rabhansl aus Trautmannsdorf begeisterte ihre Fans bei einem Konzert im Musikomm.

Urige Gemütlichkeit und eine familiäre Atmosphäre prägten das "Wohnzimmerkonzert" der 28-jährigen Sänger- und Songwriterin Karin Rabhansl in der Veranstaltungshalle am Kaiser-Wilhelm-Ring. Im Musikomm stellte die junge Frau aus Trautmannsdorf bei Passau ihr neues Album "Anna" vor. Und natürlich durften an dem Abend ausgewählte Lieder aus den beiden Vorgängeralben "Mogst schmusn" und "Singa" nicht fehlen.

Banklehre absolviert

Rabhansl spannte einmal mehr einen musikalischen Bogen von lustig-heiter über ernst und kantig bis hin zu melancholisch-nachdenklich - mit einer Sprache, gerade so wie ihr der niederbayerische Schnabel gewachsen ist. "Ich kann und will nichts anderes wie als Gitarrenmädchen Popmusik machen", gestand die junge Frau. Von Kindesbeinen an hat sie Gitarre gespielt. Nachdem sie eine Banklehre absolviert hatte, orientierte sie sich neu - sie wollte fortan nur noch Musik machen. Bis der Durchbruch kam, brauchte Rabhansl aber einen langen Atem. Erst mit der CD "Mogst schmusn, mia wad's wurscht" wurde sie bayernweit bekannt. Seit Mai dieses Jahres ist das dritte Album "Anna" auf dem Markt. Es ist prall gefüllt mit vertonten Geschichten aus dem Leben der Künstlerin. Die Rhythmen, die unter die Haut, und die Melodien, die ins Ohr gehen, stammen alle aus ihrer eigenen Feder. Rabhansl bewies im Musikomm, dass sie es bestens versteht, das Musikgenre Pop in seinem Facettenreichtum zu erschließen, ohne sich dabei auf eine bestimmte Stilrichtung festlegen zu lassen. Nach der Begrüßung der Zuhörer forderte die 28-Jährige die Amberger musikalisch auf: "Schau da d' Welt a". Mitreißend war die erste Kostprobe, die Karin Rabhansl ihrem Publikum gab. Schlag auf Schlag folgten dann schnörkellose und authentische Songs mit tiefsinnigen Texten.

Hommage an die Oma

Mit der Nummer "I bin i" aus dem ersten Album lenkte die Vollblutmusikerin das Augenmerk der Zuhörer auf den individuellen Wert eines jeden Menschen. Ihre Erfahrungen mit Behörden gab Rabhansl mit dem Erfolgssong "Arbeitsamt" zum Besten. Und ihre Mundharmonika packte sie für den Song "Voidepp" aus, den sie allen Menschen widmete, die ihr das Leben schwer machen. Melancholisch wurde die Stimmung beim Song "Liebling", einer Hommage an Rabhansl Großmutter. Nicht weniger rhythmisch und gefühlsbetont ging es danach weiter.
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