So preisverdächtig schön

Klassenlehrerin und Betreuerin des Projekts, Heidrun Leitz (links), und Rektorin Gisela Prüll freuten sich gemeinsam mit den Kindern Luis Schildbach, Melissa Sperl und Katharina Vogl (vorne, von links) stellvertretend für alle aus der Klasse 4b über den ersten Platz. Bild: hfz

Wie zaubert man mit Licht? Was ist das Besondere an einem Würfel? Wie funktioniert Fernwärmetechnik? Diesen und vielen weiteren Fragen gingen die Sieger beim BesTec-Preis nach. 13 Oberpfälzer Schulen wurden dafür ausgezeichnet. Darunter ist auch die Dreifaltigkeitsschule.

Die Amberger Kinder hinterfragten die Schädlichkeit von Loom-Armbändern und belegten damit vor der Lindenschule Schwandorf den ersten Platz. Zu Beginn des Jahres hatten sich die Schüler der Klasse 4b gemeinsam mit ihrer Lehrerin Heidrun Leitz intensiv mit dem Material der beliebten Armbänder beschäftigt (AZ berichtete) Das Ziel des Projekts war herauszufinden, ob die bunten Ringe für Kinder gefährlich sind oder nicht.

Die Mädchen und Buben testeten die Reaktion des Materials auf Kälte und Hitze, untersuchten die Dehnbarkeit und experimentierten mit unterschiedlichen Materialien wie Essigessenz, Natron oder haushaltsüblichen Reinigungsmitteln. Mit Unterstützung der Amberger Feuerwehr wurde das Brandverhalten der Loom-Bänder getestet.

Eine Elternexpertin gab Einblick in den Herstellungsprozess verschiedener Kunststoffe und bei einem Besuch an der OTH Amberg-Weiden erfuhren die Schüler in Kurzvorlesungen und Versuchsdemonstrationen, wie Wissenschaftler die Zusammensetzung eines Materials bestimmen können.

Auf Initiative der Rektorin der Dreifaltigkeits-Grundschule, Gisela Prüll, wurden die Projektunterlagen bei der Scheubeck-Jansen-Stiftung in Regensburg eingereicht, die außergewöhnliche Projekte zur Vermittlung von technisch-naturwissenschaftlichen Inhalten mit dem sogenannten "BesTec-Preis" würdigt. Zur Wertung herangezogen werden Projektidee, Umsetzung, Präsentation und Nachhaltigkeit.

Die Jury bewertete die Arbeit der Amberger Schüler als herausragend und vergab im Bereich der Grundschulen der Oberpfalz den ersten Platz. An der IHK in Regensburg durften die erfolgreichen Nachwuchsforscher aus den Händen von Susanne Scheubeck, Mitglied des Vorstands der Scheubeck-Jansen-Stiftung, den Preis entgegennehmen. Das Preisgeld wird an der Dreifaltigkeits-Grundschule für weitere Projekte zur Förderung der sogenannten MINT-Fächer - Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik - verwendet.
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