So zackig klingt die Reserve

Ob Militärmarsch oder Swing: Der Reservistenmusikzug Oberpfalz beherrscht ein breites musikalisches Spektrum und versteht es, sein Publikum zu begeistern. Bild: ads

Musik verbindet: Unter dieses Motto stellte der Reservistenmusikzug der sein Benefizkonzert. Die Musiker aus Leidenschaft spielten im Stadttheater außerdem für einen guten Zweck: Den Erlös bekommt die Lebenshilfe.

Die Musiker aus Leidenschaft, die in vielen Blaskapellen und Orchesterformationen im ganzen ostbayerischen Raum aktiv sind, bescherten ihren zahlreichen Zuhörern im Stadttheater einen wahren Hörgenuss. Ob Militärmarsch oder Swing: Die klingende Reserve beherrscht ein breites musikalisches Spektrum. Das Ensemble verstand es, sein Publikum mitzureißen und zu begeistern.

Unterhaltsamer Abend

Peter Habermeier, Vorsitzender des Reservistenmusikzuges Oberpfalz, kündigte einen abwechslungsreichen, schönen und unterhaltsamen Abend an - dabei versprach er nicht zu viel. Christian Ziegler und Anton Lottner übernahmen danach und führten mit Humor und Charme durch den Abend. "Wie wenn der Komponist Johann Heinrich Walch gewusst hätte, dass wir heute einen schönen Eröffnungsmarsch brauchen, hat er um 1800 seinen Pariser Einzugsmarsch komponiert", kündigte Ziegler den Auftakt an, mit dem die Musiker eine erste Kostprobe ihres Könnens gaben.

Ziegler sagte, dass vor 25 Jahren die ersten Trabis und Wartburgs das Straßenbild geprägt haben und just zur Zeit der deutschen Wiedervereinigung hatte Jan de Haan das Stück "Song of Freedom" komponiert. Damit beabsichtigte er, Neues mit Altem zu verbinden. Beethovens neunte Sinfonie "Ode an die Freude", die seit 1972 Europahymne ist, hatte als Basis gedient. In sie hatte der Komponist Elemente der russischen Hymne einfließen lassen, um das Zusammenschmelzen von Ost- und Westdeutschland musikalisch zu interpretieren. "Laut Altbundeskanzler Brandt wächst zusammen, was zusammen gehört", sagte Ziegler und betonte, dass dies auch der Leitsatz der Musiker aus Oberpfalz und Niederbayern sei, die zum Reservistenmusikzug Oberpfalz zusammengewachsen sind. Dem beschwingten Konzertwalzer "Espana" von Emil Waldteufel folgte der flotte mitreißende Königsmarsch von Richard Strauß, die erhebenden Klänge des "Concerto d'amore" von Jakob de Haan und das leidenschaftliche Stück "Csardas" von Vittorio Monti.

Marschmusik vor der Pause

Mit zackiger Marschmusik mit dem Stück "Aller Ehren ist Österreich voll" von Nowontny verabschiedeten sich die Musiker in die Pause. Moderator Anton Lottner erläuterte, warum das nächste Stück ausgewählt wurde: "Was Gerhard Baumann als Arrangeur für Deutschland war, war wohl einer der besten Komponisten und Arrangeure für symphonische Blasmusik, Naohiro Iwai, in Japan." Als Reminiszenz wurde das Arrangement "Carioca" von Vincent Youmans im Jazzstil in das Konzertprogramm aufgenommen.

Volkstümliches Finale

Dem Bill-Ramsey-Medley als Solo von Peter Habermeier und "Jazz' it up" von Harry Richards mit den Solis der Saxophonisten folgte als Kontrastprogramm dann "Rhapsody in Blue" von George Gershwin. Volkstümlich verabschiedeten sich die Musiker - mit "Rosamunde" von Jaromir Vejvoda und "Zum Städtel hinaus" von Georg Meissner. Das begeisterte Publikum erklatschte sich am Ende des Konzerts noch den "Erzherzog Albrecht Marsch" von Karl Komzak als Zugabe.
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