Solche Leute braucht der Sport

Blick vom Rathausbalkon auf alle Aufsteiger der Saison, deren Leistungen bei dem Ehrenabend ebenfalls gewürdigt wurden. Bilder: gf (4)

Sport im Rathaus an einem Freitagabend: Damit sollte aber nicht die Fitness der städtischen Bediensteten auf Vordermann gebracht werden, wie Michael Cerny gleich klar machte.

Der Oberbürgermeister hatte sich diesen Abend reserviert, um im Großen Rathaussaal herausragendes ehrenamtliches Engagement zu würdigen und den Sportvereinen Anerkennung zu zollen, deren Mannschaften den Aufstieg in die nächsthöhere Liga geschafft haben.

Man sollte schon mal darüber nachdenken, meinte Norbert Fischer, der Vorsitzende des Stadtverbands für Sport, dass bereits jeder zehnte Dreijährige online sei, bei den Sechsjährigen bereits 30 Prozent. Gleichzeitig gelte jeder fünfte Schulanfänger als übergewichtig. Umso bedeutender seien Ambergs Sportvereine, die den Kindern und Jugendlichen die Freude an der Bewegung und am Sport vermittelten.

OB ist ein Sportfan

Wichtig sei daher, dass Sportvereine vom Staat und den Kommunen unterstützt werden, betonte Fischer. In Amberg habe der Sport einen hohen Stellenwert, für den Oberbürgermeister sei er eine Herzensangelegenheit, was durch den Ehrenabend "Sport im Rathaus" unterstrichen werde.

Kurz müsse der offizielle Teil sein, hatte Cerny gesagt, damit für den anschließenden gemütlichen Teil mehr Platz bleibe. Wort haben sie gehalten, der Oberbürgermeister und der Vorsitzende des Stadtverbands für Sport, denn bereits nach knapp einer Stunde wurde das Büfett eröffnet.

Das bronzene Ehrenzeichen des Stadtverbands für Sport verliehen der OB und Norbert Fischer an Petra Pinzer, die bei der DLRG-Ortsgruppe Amberg für die Jugendarbeit zuständig ist. Sie leite jeden Montag das Kinder-Schwimmtraining und unterstütze nahezu alle Aktivitäten der DLRG. Darüber hinaus stehe sie auch noch dem Stadtverband für Sport hilfreich zur Seite.

Immer für den Verein da

Die "gute Seele" der Schützengesellschaft Neumühle sei Beate Siegert, die sich mit Geschick und Charme um das Vereinsheim und dessen Gäste kümmere. Helga Terlinden komme aus einer sehr sportlichen Familie, bei der alle sich in der SGS-Leichtathletikabteilung engagieren. Von sämtlichen Sportfesten kenne man sie als feste Größe, als Kampfrichterin sei sie gefragt. Solche Leute braucht der Sport in Amberg, unterstrich Michael Cerny.

Seit unzähligen Jahren ist Georg Carlejan mit dem SV Inter Bergsteig verbunden, bei dem er schon Vorsitzender war und derzeit als Jugendleiter tätig ist. Carlejan, hob der OB hervor, ist sich für keine Arbeit zu schade, habe handwerkliche Kompetenz als Installateur, Elektriker und Gärtner und sei auch der Immobilienmanager. Damit spare er Inter Bergsteig einen Haufen Geld.

Beim FSV Gärbershof sei Peter Hilburger der "Mann für alle Fälle". Egal, welcher Posten zu besetzen ist, Hilburger springe als Trainer seiner Jugendmannschaften, als Planer oder zupackender Arbeiter im Sportheim ein. Seit sechs Jahren ist er zudem 2. Vorsitzender des FSV-Fördervereins.

Um die Nachwuchsarbeit beim SC Germania kümmert sich Alfred Scherm, er ist Jugendleiter und -trainer, aber auch noch Coach der Alten Herren. Intensiv habe er sich ferner beim Neubau des Vereinsheims eingebracht.

Zeichen der Zeit erkannt

Die Eisstockmannschaft des SV Raigering wurde für ihren Aufstieg in die Kreisoberliga geehrt. Bei der Schützengesellschaft Neumühle haben Team 4 und 5 den Sprung in die Kreisliga und die Gauliga A geschafft. Beide Formationen hätten alle Wettkämpfe gewonnen und seien ohne einen einzigen Punktverlust Meister geworden, hob Cerny hervor. Die SG Neumühle habe die Zeichen der Zeit erkannt, ihre Schießstände auf digitale Zielerfassung umgestellt und daher seien die sportlichen Erfolge nicht verwunderlich.

Die 1. Mannschaft der ESV-Fußballer ist mit einem Torverhältnis von 83:17 in die A-Klasse aufgestiegen. In der A-Klasse Süd war der TuS Rosenberg kaum zu schlagen, daher hatte die Reserve des SC Germania den 2. Tabellenplatz und die Relegation fest im Auge. Im entscheidenden Spiel schoss Patrick Wagner dann das 1:0 - und somit spielen die Germanen nun in der Kreisklasse.

FC-Junioren Landesligist

Die A-Junioren des FC Amberg treten in der kommenden Saison in der Landesliga Süd an. Sie waren in der vergangenen Spielzeit von Anfang an Tabellenführer, erzielten 4,6 Tore pro Begegnung, kamen insgesamt auf 92 Treffer und kassierten dabei nur 14 Gegentore. Das ergab am Ende 14 Punkte Vorsprung. Nun, so freute sich Norbert Fischer, spielten die FC-Junioren dort, wo sie schon lange hingehören.

Alle Ehrenamtlichen, die mit der Ehrennadel in Bronze ausgezeichnet wurden, lud die Abgeordnete Barbara Lanzinger jeweils mit einer Begleitperson zu einem Besuch des Deutschen Bundestages ein.
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