Sommer kehrt zurück

Der Amberger Ausnahmetrompeter Franz Badura. Bild: upl

Für die Sinfonietta ist der Sommer heuer im Oktober. Das Kammerorchester musste sein im Juli geplantes Konzert absagen, wollte es aber natürlich nicht ganz ausfallen lassen. So geht dieser für die warme
Jahreszeit gewohnte Auftritt am Sonntag, 25. Oktober, über die Bühne. Mit Ambergs Startrompeter Franz Badura.

Um 16 Uhr in der Schulkirche steht der Nachholtermin auf dem Programm. Es gibt Kammermusik für Streichorchester, außerdem zwei Trompetenkonzerte, die Franz Badura solo spielt. Der Eintritt kostet zwölf Euro, Karten sind ausschließlich an der Tageskasse zu erhalten (Einlass ab 15.15 Uhr).

Romantik, Barock und mehr

Nach dem Concerto für Tromba und Streicher von Johann Wilhelm Hertel folgen laut Presseankündigung drei Stücke aus der Romantik. Der Oberpfälzer Komponist Max Reger schrieb ein kurzes, aber sehr inniges lyrisches Andante für Streichquintett, das ebenso wie die vom englischen Komponisten Edgar Elgar kreierte Serenade für Streichorchester op. 20 zu Gehör kommt. Abgerundet wird der Ausflug in die Romantik von Jean Sibelius' wohlklingendem Werk Andante Festivo. Georg Friedrich Händels Concerto grosso in h-Moll leitet in die Barockzeit über, bevor das Konzert noch einmal mit dem Concerto für Trompete und Streicher des Italieners Giuseppe Torelli abgeschlossen wird. Schon traditionell wird wieder Daniel Giglberger vom Münchner Kammerorchester als Konzertmeister die Streicher führen.

Er wurde 1972 in Freising geboren und studierte bei Christoph Poppen, Donald Weilerstein und zuletzt bei Gerhard Schulz. Er absolvierte Meisterkurse bei Franco Gulli, Walter Levin, Miriam Fried und Joseph Gingold und war Stipendiat der European Mozart Foundation sowie der Karl-Klingler-Stiftung. Außerdem erhielt er wichtige Impulse von Reinhard Goebel im Bereich der historischen Aufführungspraxis. Giglberger war Preisträger der Wettbewerbe Jugend musiziert, des II. Concours International de Chateau du Courcillon und des Kammermusikwettbewerbs der Musikhochschule Detmold. Als Solist und Kammermusiker gab er zahlreiche Konzerte in Japan, China, USA und Europa und war Gast bei vielen namhaften Festivals, wie zum Beispiel dem Schleswig-Holstein-Musikfestival, dem Rheingau-Festival, der Styriarte in Graz oder dem Carinthischen Sommer in Ossiach.

International unterwegs

2001 feierte er sein Debüt im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie und konzertierte des Weiteren auf Podien wie dem Wiener Musikverein, dem Theatre de Champs Elysee, der Alten Oper Frankfurt und der Kölner Philharmonie. Daniel Giglberger ist regelmäßig beim Festival St. Gallen in der Steiermark und beim Festival Bonheur Musical in Lourmarin/Provence zu hören. Als Konzertmeister ist er außerdem gerngesehener Gast bei anderen Orchestern und Ensembles. So arbeitete er unter anderem mit dem HR-Sinfonieorchester Frankfurt, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Bayerischen Staatsorchester, der Kioi Sinfonietta Tokyo, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem NYDD Ensemble Tallin sowie dem Ensemble Oriol. Seit 1999 ist er Konzertmeister des Münchner Kammerorchesters.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.