Sonja und Erwin Schmid leidenschaftliche Tänzer und Camper - Diamantene Hochzeit
Eine Ehe, gefestigt "auf der Achs"

Bürgermeisterin Brigitte Netta gratulierte Sonja und Erwin Schmid (von links) im Namen der Stadt. Als Geschenk zum "süßen" Ehejubiläum von 60 Jahren überreichte sie eine Konfektschale. Bild: gf

"Auf der Achs" hat für Sonja und Erwin Schmid, die jetzt ihre diamantene Hochzeit feierten, zweifache Bedeutung. "Auf der Achs" haben sie sich Anfang der 50er Jahre kennengelernt. Das war die treffende Bezeichnung für die Brauhaussäle in der Georgenstraße, wo Tanz und immer was los war.

Auf der Achse waren Sonja und Erwin Schmid aber auch in ihrer Freizeit: Mit dem Wohnwagen bereisten sie das europäische Ausland, später befand sich ihr "Zweitwohnsitz" gut 25 Jahre auf einem Campingplatz am Perlsee bei Waldmünchen. Die Gemeinschaft unter den Campingfreunden war für die Eheleute nach eigener Auskunft schöner und angenehmer als ein Fünf-Sterne-Hotel.

Als sich die beiden kennenlernten, war Sonja gerade 18 Jahre alt und arbeite bei Siemens. Ein Jahr älter war ihr Mann, der als Betonbauer bei der Siemens-Bau-Union das Gerätewerk Amberg mit errichtet hatte und durch seine Tätigkeit in ganz Deutschland unterwegs war. Später wechselte Erwin Schmid zur Firma Strabag und blieb dort bis zu seiner Rente 1979.

Geheiratet haben die beiden am 4. Juni 1955 in Amberg, kirchlich wurden sie in St. Georg getraut. Im Lauf der Jahre kamen zwei Mädchen und ein Sohn zur Welt, später fünf Enkel und ein Urenkel. Nach der Eheschließung wohnten die Schmids in Kümmersbruck, aber bereits 1956 konnten sie das eigene Haus in der Schönwerth-Straße beziehen.

Sonja Schmid hat immer gerne getanzt, da blieb Erwin Schmid nichts anderes übrig, als mitzugehen, wie die beiden an ihrem Jubeltag schmunzelnd erzählten. Lange Jahre waren sie auch bei den Stoapfälzern, dem hiesigen Trachtenverein. Am Donnerstag feierten sie mit ihren Kindern und deren Nachwuchs das Ehejubiläum, wobei einer der Enkel eine Hochzeitstorte mitbrachte. Selbst hatte er sie nicht gemacht, aber leicht tat er sich nach eigener Auskunft mit einer Konditorin im Schlepptau, die ihr Gesellenstück - "zu schade zum Aufessen"- ablieferte. Das Wetter an ihrem besonderen Hochzeitstag hätte für die Feier im Garten nicht besser sein können und trug insofern gut zur Erinnerung an die Heirat der Schmids vor 60 Jahren bei. Auch damals lachte die Sonne - sie strahlte am Donnerstag erneut und lieferte sich so ein Wettrennen mit den glücklichen Gesichtern der zwei Ehejubilare.
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