"Sonst wird es noch teurer"

Das mit dem Skaten am Treppengeländer des Josefshauses könnte sich bald erledigt haben. Denn im Hauptausschuss war man sich einig, die Planung für einen neuen öffentlichen Skaterpark am Schanzl-Gelände in Auftrag zu geben. Das geht auf eine Anregung beim Jugendgipfel zurück. Damit der Ersatz für die alte Anlage des TV auch gut ankommt, soll die Skater-Community in die Planungen mit einbezogen werden. "Eine Skateranlage ist für die Jugendlichen das, was für die Kinder ein Kinderspielplatz ist", begründete Di

Auf Zeitökonomie bei jedem der 50 Anträge zum Haushalt 2016 legte der Hauptausschuss am Donnerstag höchsten Wert. Doch die Ausgabenempfehlungen machten schnell klar, dass die Mitglieder am Morgen in ihre Spendierhosen gestiegen waren.

So hieß der Ausschuss für den "von den Spuren der Zeit gekennzeichneten" Kinderhort St. Georg eine Sanierung gut, die in den kommenden beiden Jahren 900 000 Euro kostet - 2016 braucht man 80 000 Euro für die Planung, 2017 sind es 820 000 Euro für die Ausführung, rechnete Josef Weigert vor, der Chef des Haushaltsamtes. Die Stadt selbst muss davon laut CSU-Antrag 430 000 Euro tragen. OB Michael Cerny hatte bereits einleitend von vielen Gebäuden mit einem Sanierungsbedarf in der Art gesprochen, "dass es noch teurer wird, wenn wir damit länger warten".

300 000 Euro will man für einen provisorischen geschotterten Parkplatz auf dem Gelände des Parapluie in der Raigeringer Straße ausgeben, um der extremen Parkplatznot im Bereich von Berufsschulzentrum und Gregor-Mendel-Gymnasium zu begegnen. Er soll bis zu 150 Stellplätze schaffen und wurde möglich, weil die Stadt dort Grund erwerben konnte.

Jeweils 150 000 Euro wurden als Sondermittel für den Bauunterhalt am Erasmus-Gymnasium und am GMG genehmigt. Laut Klaus Mrasek (ÖDP) kann man dort im laufenden Betrieb mit überschaubaren Mitteln "die Aufenthaltsqualität in den Räumen dramatisch verbessern". OB Cerny hielt es für einen "intelligenten Weg", weniger Generalsanierungen zu machen und dafür mehr Geld für kleinere Maßnahmen auszugeben. Was man zuerst angreife, solle ruhig die Schulfamilie mitbestimmen. Zu der gehörte am EG einstmals auch Helmut Wilhelm, der erzählte, das 50. Abi-Jubiläum habe sein Jahrgang kürzlich auf genau denselben Stühlen begangen, auf denen er auch in die 5. Klasse gekommen sei.

Vorläufig 150 000 Euro ist dem Ausschuss eine neue "Grüne Mitte" von Raigering mitsamt Neubau des Spiel- und Bolzplatzes an der Forstamtstraße wert. Das soll auch die Attraktivität des Ortsteils für junge Familien steigern. "Raigering braucht eine Möglichkeit, dass man wieder zusammenkommt", sagte Birgit Fruth.

Einen "tatsächlichen Reparaturstau" erkannte Helmut Wilhelm bei der bald 35 Jahre alten Hauptwache der Feuerwehr am Schießstätteweg. "Andere Städte würden da eine Generalsanierung machen", meinte OB Cerny dazu. Amberg will sich mit erneut 100 000 Euro für kleinere Maßnahmen behelfen.

Einig war man sich auch, 80 000 Euro für ein Orientierungssystem für Blinde und Sehbehinderte in den Haushalt einzustellen. Damit sei Amberg Vorreiter für andere Kommunen, lobte Emilie Leithäuser (FDP) die Entscheidung. Die taktilen Leitstreifen am ZOB lässt laut Rechtsreferent Dr. Bernhard Mitko der ZNAS bauen. Das entlaste die Stadt.
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