Später Doppelschlag

Das Daumendrücken aus Rosenberg ist vergeblich: In Freudenberg steht es zwar lange Zeit unentschieden, doch kurz vor Schluss schlägt der Spitzenreiter eiskalt zu.

(frü) Es ist kurios: Nach 25 Spieltagen der Fußball-Kreisliga Süd haben der SV Freudenberg (71:33) und Verfolger TuS Rosenberg (71:34) fast das identische Torverhältnis und beide jeweils nur drei Spiele verloren - doch Rosenberg eben das eine Unentschieden mehr, das Freudenberg im Spiel gegen den SVL Traßlberg am Sonntag gerade so noch verhinderte. Nach dem elften Sieg in Serie geht die Mannschaft von SV-Trainer Florian Neiß mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung in die letzte Partie beim SC Germania Amberg. Ganz in der Nähe tritt Rosenberg beim SV Inter Bergsteig an.

Während das Titelrennen bis zum Schluss spannend bleibt, sind im Tabellenkeller alle Entscheidungen gefallen. Die beiden Absteiger TSG Weiherhammer und FC Luhe-Markt standen bereits vor dem vorletzten Spieltag fest. Seit gestern ist nun auch die Frage geklärt, wer in die Relegation muss: der FC Edelsfeld. Er verlor das entscheidende Spiel gegen den SV Loderhof/Sulzbach mit 0:1.

TuS Rosenberg       6:0 (2:0)       TSG Weiherhammer
Tore: 1:0 (40.) Marco Utz, 2:0/3:0/4:0 (45./54./63.) Christoph Bäumler, 5:0 (80.) Christoph Wuttig, 6:0 (89.) Dennis Deichler - SR: Tim Brauner - Zuschauer: 70.

(kok) In der ersten halben Stunde standen die Gäste mit ihrer kompakten Abwehr sicher, so dass es lange keine nennenswerten Torchancen gab. Fünf Minuten vor der Pause stellte Marco Utz mit einem Flachschuss aus zehn Metern dann aber die Weichen auf Sieg. Allerdings verletzte sich der Torschütze bei dieser Aktion und musste ausgewechselt werden. Kurz vor dem Halbzeitpfiff erhöhte Christoph Bäumler auf 2:0. In der zweiten Hälfte bestimmte Rosenberg das Spiel - der Widerstand der Gäste war gebrochen. So fielen auch die Tore in schöner Regelmäßigkeit, der Gast hatte während der gesamten 90 Minuten nicht eine gefährliche Torgelegenheit. Am letzten Spieltag wird sich nun also entscheiden, ob Rosenberg doch noch Meister wird - oder in die Relegation muss.

SV Freudenberg       3:1 (0:1)       SVL Traßlberg
Tore: 0:1 (11.) Thomas Behrend, 1:1 (58.) Daniel Bosser, 2:1 (86.) Gerhard Greß, 3:1 (90.) Michael Schlegl - SR: Cafer Uludag (SV Waldau) - Zuschauer: 180 - Gelb-Rot: (78.) Martin Erras, (90.) Ilker Caliskan (beide Traßlberg) wegen Meckerns.

(nß) Es wurde das erwartet harte Stück Arbeit für den Gastgeber. Die Traßlberger zogen sich zurück und überließen Freudenberg weitgehend das Spielgeschehen. Sie waren aber bei ihren Vorstößen vornehmlich in der ersten Hälfte stets brandgefährlich, wobei sie auch von der einen oder anderen Unsicherheit in der Freudenberger Abwehr profitierten. Eine davon verwertete Thomas Behrend in der 11. Minute zur Führung. Gerhard Greß hatte die Riesenchance zum Ausgleich, als er von Florian Neiß bedient wurde, aber freistehend aus zehn Metern in Rücklage kam und übers Tor zielte. Kurz vor der Pause musste Torhüter Meiler sein ganzes Können aufbieten, um gegen Egerer zu parieren und einen höheren Rückstand des Gastgebers zu verhindern.

Nach dem Wechsel war von der Caliskan-Elf nicht mehr viel zu sehen. Sie legte es mehr darauf an, die Entscheidungen des Schiedsrichters zu kritisieren, womit sie sich letztlich auch zwei Gelb-Rote Karten einhandelte. Freudenberg behielt die Ruhe und kam durch den stark spielenden Daniel Bosser in der 58. Minute zum Ausgleich, als er einen tollen Spielzug aus der Abwehr heraus abschloss. Gerhard Greß verwertete in der 86. eine Kopfballverlängerung von Florian Neiß mit einem satten Linksschuss ins lange Eck zur Führung, die Michael Schlegl in der Schlussminute nach Klasse-Vorarbeit von Bosser zum Endstand ausbaute. Der elfte Sieg in Folge war damit in trockenen Tüchern und Freudenberg hat es im letzten Spiel bei Germania selbst in der Hand, den Sack zuzumachen.

FC Edelsfeld       0:1 (0:0)       SV Loderhof
Tor: 0:1 (56.) Daniel Zauner - SR: Alexander Maisel (Mistelgau) - Zuschauer: 320 - Gelb-Rot: (85.) Kevin Bauer (SVL), wiederholtes Foulspiel.

(bkn) Die rund 320 Zuschauer hatten sich wesentlich mehr von diesem brisanten Abstiegsduell im Lokalderby erwartet. Beide Mannschaften begannen abwartend und waren vorrangig auf Sicherheit bedacht. Der FCE kam in der Anfangsphase durch Dehling zu zwei Möglichkeiten, dann war es aber auch schon wieder vorbei und die Partie spielte sich hauptsächlich im Mittelfeld ab. Erst kurz vor der Pause wurde Edelsfeld agiler und Heldrich vergab die große Chance, sein Team in Führung zu bringen. In der zweiten Hälfte schien sich das Blatt zugunsten von Edelsfeld zu wenden, doch die Gelegenheiten blieben allesamt ungenutzt. In der 56. Minute folgte dann die kalte Dusche, als Daniel Zauner die Gäste in Führung brachte. Geschockt vom Rückstand gelang den Hausherren nur noch wenig und die verstärkten Angriffsversuche wurden zu ideenlos vorgetragen, oder von der vielbeinigen Loderhofer Abwehr vereitelt. Selbst das Überzahlspiel in den letzten Minuten ließ der FCE ungenutzt und muss nun den bitteren Gang in die Relegation antreten. Für den SVL hingegen bedeutet der Sieg den Klassenerhalt.

SSV Paulsdorf       1:2 (1:1)       Inter Bergsteig
Tore: 1:0 (16.) Tobias Scherm, 1:1 (24.) David Kubik, 1:2 (55.) Sebastian Wittl - SR: Moritz Fischer (SpVgg Ebermannsdorf) - Zuschauer: 180.

(ac) Keinen positiven Abschluss konnte der SSV Paulsdorf im letzten Heimspiel der Saison seinen Anhängern bieten und musste dem motivierteren Nachbarn vom SV Inter Bergsteig die Punkte überlassen. Nach einem schnellen Angriff über Patrick Schedlbauer war Tobias Scherm zur Führung der Platzherren erfolgreich (16.). Die Abwehrreihen dominierten weiter das Geschehen. Nach einem Ballverlust der Paulsdorfer Abwehr im Spielaufbau nahm David Kubik den Ball direkt und traf zum Ausgleich (24.). Die Gäste spielten weiter nach vorne, Kubik setzte sich auf der rechten Seite geschickt durch und legte mustergültig auf Wittl auf, der nur noch einzuschieben brauchte (55.). Ilir Mujku jagte bei einer ähnlichen Situation auf der Gegenseite den Ball über den Kasten (64.). Als die Pfeife des Unparteiischen stumm blieb, nachdem Christian Schreier in aussichtsreicher Position in die Zange genommen wurde (72.), hatte der SSV nicht mehr die Kraft, das Spiel zu drehen.

SV Schmidmühlen       1:0 (0:0)       TuS Kastl
Tor: 1:0 (69.) Alexander Graf - SR:Andreas Leykauf - Zuschauer: 80.

(fop) Mit einem 1:0-Sieg verabschiedete sich der SV Schmidmühlen von seinen Fans. In der ersten Hälfte verlebten die beiden Torhüter einen ruhigen Nachmittag. Einzig Maximilian Spies (8.) und Devon Fluker (42. Kopfball) sorgten für etwas Gefahr. Nach der Pause startete Schmidmühlen etwas agiler. Nach einem Foul an Alexander Göth rund 20 Meter vor dem Tor hämmerte Spielführer Alexander Graf den Freistoß ins Netz (69.). Erst ab diesem Zeitpunkt bemühte sich Kastl mehr und kam zu drei gefährlichen Aktionen, die allesamt von Patrick Barton zunichtegemacht wurden. In der letzten Spielminute hätte Andreas Weiß um ein Haar das 2:0 erzielt, er rutschte aber nach sehenswerter Kombination von Marco Bauer und Devon Fluker am Ball vorbei. Insgesamt ein verdienter Sieg, weil Schmidmühlen über weite Strecken des Spiels das aktivere Team war.

FC Luhe-Markt       0:5 (0:1)       Germania Amberg
Tore: 0:1 (1.) Thomas Ficarra, 0:2 (52.) Nicolei Dürbeck, 0:3 (68./Foulelfmeter) Florian Danzer, 0:4 (77.) Hermann Kohl, 0:5 (86.) Patrick Wagner - SR: Fabian Negüzel - Zuschauer: 80.

(hfz) Das Spiel hatte gerade begonnen, da führte Germania schon mit 1:0. Nach einer Flanke war Ficarra völlig frei im Strafraum und traf per Kopfball. Danach gestaltete der FC die Partie ausgeglichen, stand gut, ließ wenig zu, blieb aber in der Offensive harmlos. In der zweiten Hälfte schraubten die Amberger das Ergebnis in die Höhe, auch wenn das Spiel nicht so eindeutig war. Dürbeck erzielte mit einem Freistoß über die Mauer das 0:2. In der 68. Minute bekamen die Gäste einen fragwürdigen Elfmeter zugesprochen, den Danzer zum 0:3 verwandelte. Luhe-Markt steckte nicht auf, wollte den Anschlusstreffer und hatte auch immer wieder gute Chancen, aber es wollte nicht klappen. Selbst der Pfosten half den Gästen. Der FC rückte weit auf und ermöglichte den Germanen Konter. Zwei saßen: In der 77. Minute traf Kohl zum 0:4, kurz vor Schluss Wagner zum 0:5-Endstand.

DJK Ursensollen       1:2 (0:1)       DJK Utzenhofen
Tore: 0:1 (39.) Matthias Rubenbauer, 0:2 (53.) Yilmaz Topcu, 1:2 (61.) Jiri Abel - SR: Marcel Neuse - Zuschauer: 150.

(mdl) Beiden Mannschaften war zu Beginn anzumerken, dass es nur noch um die "goldene Ananas" ging, So dauerte es gute 20 Minuten, ehe die Gäste die erste nennenswerte Chance hatten. Einen schönen Kopfball von Daniel Mayer kratzte der Ursensollener Torhüter Pavel Rezac von der Linie, Patrick Ortner scheiterte per Nachschuss am Pfosten (25.). Nun nahm die Begegnung etwas an Fahrt auf, so dass sich auch für die Hausherren die erste gute Möglichkeit zur Führung ergab. Nach einer schönen, flachen Hereingabe von Tobias Eichermüller schoss Torjäger Jiri Abel knapp über die Latte (32.). Kurz darauf wieder eine Großchance für Utzenhofen, Spielertrainer Topcu scheiterte aber erneut am gut aufgelegten Rezac (37.). Kurz darauf gelang den Gästen doch der Führungstreffer: Ein Schuss von Sebastian Schwarzfischer, der von Vitali Stang auf der Linie noch geblockt wurde, landete direkt vor Matthias Rubenbauer, der wuchtig aus zehn Meter einschoss (39.). In der zweiten Hälfte begann die Steindl-Elf deutlich druckvoller. Mitten in dieser Drangphase unterlief Abwehrspieler Denys Yuditskyy ein kapitaler Fehlpass, als er den Ball direkt in den Lauf von Yilmaz Topcu spielte, der die Vorlage nutzte, um die Führung auf 0:2 auszubauen (53.). Ursensollen steckte aber nicht auf und kam durch einen schönen Kopfball von Jiri Abel, nach Flanke von Yuditskyy, noch zum 1:2-Anschlusstreffer (62.).
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