SPD: Ringstraße am steilen Waldfriedhof befahrbar machen
Per Auto zum Grab

Vorsitzende Birgit Fruth (links) setzte sich mit ihrer SPD-Fraktion, Heidrun Riß (vorn) und weiteren Bürgern bei einem Ortstermin dafür ein, das Befahren des steilen Waldfriedhofs mit Sondergenehmigung zu erlauben. Bild: ath
Es ist schon seit Jahren ein Thema in Amberg: Der Waldfriedhof in Raigering ist mit seiner Lage am Hang mit teils steilen Wegen für viele ältere Leute schwer begehbar. Rollstuhlfahrer haben allein kaum eine Chance zu den weiter oben angesiedelten Grabstätten zu gelangen; aber auch Menschen mit Rollator, Stock oder generellen Einschränkungen beim Gehen tun sich hart, die stark ansteigenden und abfallenden Strecken zu bewältigen.

Das weiß auch die SPD-Stadtratsfraktion, die dieses Thema jetzt wieder aufgegriffen hat, nachdem eine Betroffene aus Raigering den dortigen SPD-Ansprechpartner Werner Mois kontaktiert hatte. Sie heißt Heidrun Riß und machte sich nach eigener Auskunft zur Sprecherin für etliche ältere Menschen mit dem selben Problem - auch solchen, die nicht wie sie im Rollstuhl sitzen.

Auf der Suche nach einer Lösung hatte Fraktionsvorsitzende Birgit Fruth am Freitagnachmittag zu einer Ortsbesichtigung mit Vertretern des Baureferats eingeladen. Dabei wies der städtische Grünplaner Bernhard Frank darauf hin, dass es 2011 schon einmal eine Testphase gegeben hatte, in der das Befahren des Waldfriedhofs per Auto mit entsprechender Genehmigung erlaubt war. Auf der rund ums Areal gelegenen Ringstraße war das im Schritttempo gestattet - mit dem Vorteil, dass Ältere und Gehandicapte die höher gelegenen Gräber viel leichter erreichen konnten. Auch der Transport von Pflanzen, Erde und anderen Grabutensilien - gerade in jahreszeitlich typischen Besuchs- und Umgestaltungphasen - war dadurch viel einfacher.

Nicht nur Heidrun Riß und weitere Bürger, die am Ortstermin teilnahmen, forderten die Wiederaufnahme dieser Befahrungsmöglichkeit, die damals wegen Beschwerden einiger "Gegner" eingestellt worden war. Auch die SPD machte sich dafür stark - an zwei, drei Tagen in der Woche sollten Leute mit Sondergenehmigung hineinfahren dürfen, forderten die Genossen, wohlwissend, dass dafür bestimmte (Verkehrs-)regeln gelten und gegebenenfalls die Friedhofssatzung geändert werden muss. Einen entsprechenden Antrag will die Vorsitzende noch in dieser Woche an die Stadt richten.
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