Sperre gilt ab 15 Uhr

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Die Baufirmen stehen bereit: Mit einem logistischen Kraftakt wollen sie von heute Nachmittag bis Montagmorgen den Kurfürstenring neu asphaltieren. Um 15 Uhr gehen die Fräsmaschinen ans Werk.

"Wir schaffen das", zeigt sich Stefan Weiß vom Staatlichen Bauamt überzeugt. Er kann sich auf die Erfahrungen des vergangenen Jahres stützen: Im August 2014 verpassten Bauarbeiter an nur einem Wochenende bereits dem Kaiser-Wilhelm-Ring zwischen Pfleger-Kreuzung und Wingershofer Tor eine neue Oberfläche aus Flüsterasphalt. Die Arbeiten damals blieben im Zeitplan. Am Montagmorgen war die Bundesstraße 85 wieder frei befahrbar.

Erstmal abfräsen

Heute nun beginnt um 15 Uhr der zweite Akt: Diesmal erhält das 600 Meter lange Stück zwischen Wingershofer und Nabburger Tor eine neue Fahrbahnoberfläche. Zunächst fräsen Maschinen die alte Straßendecke ab. Wenn dann auch sämtliche Kanaldeckel freigelegt sind, rollen die Lastwagen mit dem heißen Asphalt an, den die Arbeiter dann sogleich platt walzen.

Das Eintakten der Arbeitsschritte war kein Zuckerschlecken. Es seien "intensive Abstimmungen" nötig gewesen, teilt Weiß mit. Doch die Planung werde sich lohnen: "Insgesamt betrachtet werden die Beeinträchtigungen für die Anlieger und die Verkehrsteilnehmer bei dieser Ausführungsweise am geringsten ausfallen." Sämtliche Straßen, die in den Baustellenbereich einmünden (Wingershofer Straße mit Kochkellerstraße, Schlossgraben, Am Anschuss und Schießstätteweg), werden von heute Nachmittag an bis Montag um 5 Uhr zu Sackgassen. Wie berichtet, bleiben Wingershofer Straße (bis Freitag, 11. September) und Schlossgraben (bis Freitag, 25. September) auch nach dem Wochenende noch gesperrt. Wer vom Altstadtring aus die Behörden und Geschäfte am Schlossgraben erreichen will, muss eine Umleitung über den Malteserplatz fahren. Dabei wird die Einbahnregelung in der Neustift geändert, um die Zufahrt zum Schlossgraben zu ermöglichen. Die Ausfahrt erfolgt über die Steinhof- und die Badgasse.

Kosten: 900 000 Euro

Auf der Wingershofer Straße gibt es bereits seit Montag, 10. August, kein Durchkommen mehr. An der Einmündung in den Altstadtring entsteht eine zusätzliche Spur für die Rechtsabbieger. In den vergangenen Wochen wurden der Straßenbelag im Kreuzungsbereich abgetragen und neue Bordsteinkanten gesetzt.

Insgesamt kostet die Verbreiterung der Kreuzung und die Asphaltierung des Kurfürstenringes rund 900 000 Euro. 500 000 Euro bestreitet das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach aus seinem Etat. 300 000 Euro stammen aus einem Förderprogramm des Bundes für den Einbau von Flüsterasphalt, 100 000 Euro schießt die Stadt Amberg zu, weil sie für die Wingershofer Straße die Baulast trägt.
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