Spitzenspiel-Doppelpack in der Kreisliga Süd - FC Edelsfeld braucht mehr als nur eine gute ...
Eins gegen Drei und Zwei gegen Vier

(frü) Paulsdorf probierte es - und verlor (1:3). Freudenberg versuchte es - vergeblich (2:4). Ebenso die DJK Ursensollen (1:4) und der SVL Traßlberg (0:1). Jetzt ist der TuS Kastl an der Reihe. Der Bezirksliga-Absteiger ist der Letzte aus dem Verfolger-Quintett, der Spitzenreiter TuS Rosenberg stoppen kann.

Sechs Punkte Vorsprung hat der Tabellenführer vor dem elften Spieltag der Fußball-Kreisliga Süd. Läuft alles nach Plan, sind es am Sonntagabend acht Zähler: Bei einem Sieg im Heimspiel und einem Unentschieden im Duell zwischen dem Tabellenzweiten SV Freudenberg und dem Viertplatzierten DJK Ursensollen.

TuS Rosenberg       TuS Kastl
(kok) Das nächste Spitzenspiel im Max-Aicher-Stadion: Tabellenführer TuS Rosenberg erwartet den Drittplatzierten TuS Kastl. Für die Gastgeber ein unbekannter Gegner, spielte dieser doch in den vergangenen Jahre stets höherklassiger als die Rosenberger. Eines ist jedoch klar: Der Bezirksliga-Absteiger ist ein schwerer Brocken, der den Hausherren alles abverlangen wird.

Die Mannschaft vom Mennersberg blieb nach dem Abstieg weitestgehend zusammen, zudem mit Thomas Mayer vom ASV Neumarkt zur neuen Saison ein regionalligaerfahrener Spielertrainer geholt. Gerade offensiv verfügen die Gäste mit Baumer, Kölbl und Beloruss über ausgezeichnete Spieler. Letzterer dürfte noch aus seinen Zeiten beim FC Amberg bekannt sein. Rosenberg kehrte am vergangenen Wochenende mit einem Punkt vom SC Germania Amberg zurück, der auf schwer bespielbarem Platz hart erkämpft werden musste. Zumindest blieb der TuS jedoch auch im zehnten Saisonspiel ungeschlagen und konnte die Verfolger auf Distanz halten. Nun winkt im Top-Duell die große Chance, abermals einen direkten Verfolger zu schlagen und somit die Spitzenposition auszubauen. Das Trainerduo Christian Haller und Michael Rudert kann mit Ausnahme der Langzeitverletzten aus dem Vollen schöpfen und somit eine schlagkräftige Truppe auf den Platz schicken.

SSV Paulsdorf       TSG Weiherhammer
(ac) Dreimal in Folge musste der SSV Paulsdorf in der Fremde antreten, nachdem er das Heimrecht auf Bitte des SC Germania Amberg tauschte. Ausgerechnet dort lieferte der SSV eines seiner schlechtesten Saisonspiele ab und unterlag klar. Beim hart erkämpften Remis in Kastl war zumindest wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung erkennbar. Zwar errang Paulsdorf in den drei Auswärtsspielen vier Punkte, trotzdem muss der Blick in der Tabelle weiter nach hinten gerichtet werden. Deshalb wäre es fatal, die TSG Weiherhammer, die das Tabellenende ziert, auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Gäste haben sich noch nicht abgeschrieben und mussten bis auf die Begegnungen mit den Spitzenmannschaften nur knappe Niederlagen hinnehmen. Mit Sascha Döhler und Felix Schorner hat der SSV zwei Langzeitverletzte und auch der Einsatz von Tobias Scherm ist weiterhin ungewiss. Unter diesen Umständen bleibt SSV-Trainer Wolfgang Grünwald keine große Wahl bei der Aufstellung (Vorspiel SSV II - TSV Kümmersbruck II).

DJK Utzenhofen       SV Loderhof
(aun) Utzenhofens Trainer Yilmaz Topcu hatte nicht viel Zeit, seine Mannschaft nach dem Pokalspiel am Freitag für die Partie gegen den SV Loderhof/Sulzbach vorzubereiten. Dennoch ist höchste Konzentration notwendig, denn zu Hause muss die Mannschaft Wiedergutmachung betreiben für die Niederlage gegen den SV Freudenberg (1:3). Letztmals trafen Utzenhofen und Loderhof in der Saison 2013/14 aufeinander. Damals gewann die DJK zweimal (2:0, 2:1) und am Saisonende stieg der SV ab. Wie die Hausherren verloren auch die Gäste ihr letztes Spiel (1:3 gegen Inter Bergsteig Amberg) und bei einem Punkt Vorsprung auf den Tabellenzwölften FC Edelsfeld sind sie unter Zugzwang, diesmal nicht wieder leer auszugehen. Die Teams auf den Plätzen zwei und zwölf trennen gerade einmal sieben Punkte - es geht eng zu in der Kreisliga Süd. Utzenhofen hat nur zwei Zähler mehr auf dem Konto als Loderhof. Auch wenn das schwere Pokalspiel gegen den Bezirksligisten DJK Ensdorf den Utzenhofenern sicherlich noch in den Knochen stecken wird, lässt Trainer Topcu keine Ausreden zu: "Jammern hilft nicht, da müssen wir durch." Mehr Sorgen bereitet es ihm, dass einige Spieler immer wieder mit leichten Verletzungen spielen müssen (Reservenvorspiel 13.15 Uhr).

SV Freudenberg       DJK Ursensollen
(nß) Zum zweiten Heimspiel in Folge gastiert die punktgleiche DJK Ursensollen auf dem Freudenberger Sportgelände. Die Elf von Trainer Stefan Steinl präsentierte sich am vergangenen Sonntag in prächtiger Laune und fertigte den FC Luhe-Markt mit 6:0 ab. Sie hat mit Jiri Abel auch den Top-Torjäger der Liga in ihren Reihen, der bei diesem Kantersieg dreimal traf.

Ursensollen hatte nach der vergangenen Saison den Abgang einiger Leistungsträger zu verkraften und ging nur mit vorsichtigem Optimismus in die neue Runde. Mit drei tschechischen Neuzugängen und einigen Spielern von der DJK Amberg wurden diese Lücken aber geschlossen und der neue Trainer verstand es, schnell eine schlagkräftige Truppe zu formen. Die Gäste werden sicherlich mit Selbstbewusstsein und breiter Brust in Freudenberg antreten.

Bei den Gastgebern war gegen Utzenhofen von der Einstellung her eine deutliche Steigerung erkennbar. Jeder rackerte und kämpfte. Dabei blieb aber das spielerische Moment zum Teil auf der Strecke. Bleibt man aber auf dieser Linie, wird auch das zurückkehren. Wieder zur Verfügung steht Gerhard Greß, während Spielertrainer Florian Neiß noch nicht zum Einsatz kommen dürfte. Für beide Teams ist es ein richtungweisendes Spiel, so dass eine interessante Auseinandersetzung zu erwarten ist (Reservenvorspiel 13.15 Uhr).

FC Edelsfeld       Inter Amberg
(bkn) Nicht gerade mit Ruhm bekleckerte sich der FCE im Kellerduell in Weiherhammer. Doch dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte konnte er das Ruder noch herumreißen und mit einem knappen 2:1 die Punkte mitnehmen. Gegen den SV Inter Bergsteig Amberg wird allerdings nur eine gute Hälfte nicht reichen. Auch die Gäste können auf ein Erfolgserlebnis zurückblicken, denn der unmittelbare Tabellennachbar Loderhof/Sulzbach wurde mit 3:1 bezwungen. Da sich bei der Scheler-Elf seit Saisonbeginn Licht und Schatten die Waage halten, steht momentan ein gesicherter Mittelfeldplatz zu Buche. Dieses Ziel wird auch von der Hahnenkammtruppe angestrebt, doch es ist noch zu viel Sand im Getriebe. Wenn es dem FCE gelingt, die Anfälligkeiten bei Standardsituationen abzustellen und das geforderte Engagement über ein ganzes Spiel abzuliefern, ist ein Punktgewinn möglich (Vorspiel Reserve).

FC Luhe-Markt       SVL Traßlberg
(hfz) Aussage von FC-Trainer Kick nach der deftigen 0:6-Niederlage gegen Ursensollen: "Wir müssen unbedingt in puncto Zweikampfstärke und Tempo noch einiges zulegen, um auf Kreisliganiveau zu kommen." Er würde gerne intensiver an diesen Defiziten arbeiten, aber "leider haben wir zu viele angeschlagene und verhinderte Spieler, um das Training entsprechend gestalten zu können." Gegen den SVL Traßlberg steht die nächste harte Aufgabe vor dem Team. "Nur wenn wir unsere Leistung enorm steigern, ist was drin", so Kick.

SV Schmidmühlen       Germania Amberg
(fop) Richtungsweisendes Spiel in Schmidmühlen: Mit 13 Punkten rangieren die Gastgeber nur noch knapp vor Germania Amberg (12) und dem Relegationsplatz (Edelsfeld/11). Bekommt der SV Schmidmühlen die Personalmisere nicht schleunigst wieder in den Griff, droht der Absturz nach unten. 27 eingesetzte Spieler in 10 Spielen zeigen deutlich, wo es beim SVS hakt. Trainer Marco Eckstein muss ständig umstellen und so ist Kontinuität derzeit ein Fremdwort. Auch weiterhin wird Schmidmühlen mindestens auf fünf verletzte Akteure verzichten müssen. Der SC Germania Amberg startete mit vier Niederlagen in die Saison, ist jetzt aber seit sechs Spielen ungeschlagen (davon drei Siege). SC-Trainer Thomas Ficarra baut auf ein sehr junges Team, das mit einem Altersdurchschnitt von 22,4 Jahren am vergangenen Wochenende immerhin ein 1:1-Unentschieden gegen Spitzenreiter Rosenberg holte.
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