Spitzentechnologie ausbauen

Fachleute, die sich mit der Kraft-Wärme-Kopplung beschäftigen, pilgern an die OTH nach Amberg. 120 Experten aus ganz Deutschland diskutierten die Potenziale dieser Technologie. Foto: hfz

Das Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung auf dem Campus ist noch gar nicht eröffnet, da rennen die Fachleute der OTH bereits die Bude ein. Zu einer Expertentagung kamen jetzt 120 Teilnehmer aus ganz Deutschland.

"Zukunft Kraft-Wärme-Kopplung: Flexibel, effizient, vielseitig" - unter diesem Motto trafen sich Forscher und Anwender an der Hochschule, um über den Zusammenhang zwischen dem Strommarkt der Zukunft und der Technologie der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zu diskutieren. Organisiert hatte die Fachtagung Professor Markus Brautsch (Fakultät Maschinenbau/Umwelttechnik).

Potenziale im Fokus

Auf dem Campus entsteht derzeit das Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung (wir berichteten). Das Gebäude soll im Sommer in Betrieb genommen werden. Das gesamte Projekt ist für die Jahre 2012 bis 2016 vom Freistaat Bayern mit einer Fördersumme von 5,23 Millionen Euro ausgestattet.

"Auf diesem Wege wird die Forschungstätigkeit des Teams um Professor Brautsch weiter unterstützt, um langfristig die Spitzenforschung in der umweltgerechten Energietechnik in Amberg weiter auszubauen", erklärte OTH-Sprecher Dr. Wolfgang Weber nach Abschluss der Tagung. "Kraft-Wärme-Kopplung ist eine Schlüsseltechnologie für die Energiewende. Das Anwendungsspektrum ist breit, die Betriebsstrategien sind vielfältig", hatte Professor Stefan Beer, Dekan der Fakultät Maschinenbau/Umwelttechnik, zu Beginn der Zusammenkunft erklärt. Die Schwerpunkte des Forums lagen auf den technischen Innovationen zur Effizienzsteigerung, neuen Möglichkeiten der Anwendung der KWK-Technologie und den Ansätzen zur Erhöhung der Flexibilität im Betrieb. Verbrennungsmotoren im Blockheizkraftwerk, Mikro-Blockheizkraftwerke, Kraft-Wärme-Kopplung mit Biomasse und mit kleinen Brennstoffzellen sowie die Abwärmeverstromung in KWK-Anlagen - die Tagung stand im Zeichen der Vielfalt der Kraft-Wärme-Kopplung, ihren Möglichkeiten und Systemanforderungen.

Begleitend zu den Fachgesprächen verdeutlichte eine Ausstellung die Potenziale der Technologie. Dazu gab es Führungen durch ausgewählte Labore der Umwelt- und Energietechnik an der Hochschule. Fazit der Tagung: "Im Strommarkt der Zukunft bieten hocheffiziente Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung die beste Möglichkeit eines wirtschaftlichen Betriebs", erklärte Dr. Weber. Die Kraft-Wärme-Kopplung könne einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende leisten. "Zunehmend flexible Lösungen eignen sich zur Ergänzung eines auch durch Windkraft und Photovoltaik-Anlagen geprägten Systems der Stromerzeugung."
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